Kirkel-Limbach RHEINPFALZ Plus Artikel Proteste gegen Stellenabbau bei Bosch-Rexroth, Schaeffler und Casar gehen weiter

Vor dem Wasgau-Markt in Limbach setzen Bürger ihre Unterschriften unter ein Banner der IG Metall, auf dem gegen Stellenstreichun
Vor dem Wasgau-Markt in Limbach setzen Bürger ihre Unterschriften unter ein Banner der IG Metall, auf dem gegen Stellenstreichungen bei Casar, Schaeffler und Bosch-Rexroth protestiert wird.

Gut 150 Menschen haben am Samstagvormittag , 31. Oktober, vor dem Wasgau-Markt in Kirkel-Limbach auf einem acht Meter langen „Banner der Solidarität“ unterschrieben. Protestiert wird gegen den geplanten Stellenabbau bei Schaeffler und Bosch-Rexroth in Homburg sowie im Drahtseilwerk Casar in Limbach.

„Der Stellenabbau bei Casar geht weiter“, sagte Martin Zimmer, Sekretär der Gewerkschaft IG Metall. Die Zahl der Beschäftigten sei dort von Januar 2019 bis Oktober 2020 bereits um 49 gesenkt worden. „Weitere sieben bis zehn werden das Unternehmen aufgrund bereits unterschriebener Aufhebungsverträge verlassen. Auch eine betriebsbedingte Kündigung wurde ausgesprochen.“

Dem Management des Casar-Mutterkonzerns Wire-Co warf Zimmer vor, „ernsthafte Zukunftskonzepte mit Investitionen und Innovationen unter Arbeitnehmerbeteiligung“ zu verweigern. „Wir fordern das Management auf, die Maßnahmen zurückzunehmen und ernsthafte Gespräche aufzunehmen.“

Banner wird nach Homburg weitergetragen

„Wir werden das Verhalten von Wire-Co und Casar nicht dulden“, kündigte Salvatore John, Vorsitzender der Vertrauensleute der IG Metall bei Casar, eine Ausweitung der Proteste an. „Mit unserer letzten Betriebsversammlung und während der Menschenkette am 8. Oktober in Erbach haben wir unsere Geschlossenheit gezeigt. Solidarität endet nicht am Werkstor. Casar hat eine lange Tradition in Limbach. Seit 72 Jahren werden hier Spezial-Drahtseile produziert.“

Bald wird das „Banner der Solidarität“ zu Bosch-Rexroth und Schaeffler weitergetragen, wo weitere Unterschriftenaktionen geplant sind. Insgesamt sind in den drei Unternehmen gut 450 Jobs akut gefährdet.

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