Homburg Ordnungsbehörden machen illegale Bäckerei dicht
Als die Ordnungskräfte dort abends ankamen, sei der Backbetrieb „auf Hochtouren“ gelaufen; sieben Anwesende wurden festgestellt. Eine große Backstraße sei aktiv gewesen, ebenso kleinere Öfen für Gebäckstangen. Fertiges Gebäck habe In einer großen Halle gelagert, teilweise schon eingetütet. Die Hygiene habe nicht den Vorschriften für das Lebensmittelgewerbe entsprochen. Laut Barth „hatte sich im Vergleich zur vorherigen Nutzung des Gebäudes, unter anderem als Werkstatt, nicht viel verändert“. Bei drei Mitarbeitern bestehe Verdacht der Schwarzarbeit. Eine weitere Person, die sich unerlaubt in Deutschland aufhalten könnte, wurde festgenommen und der Polizei übergeben. Diese ermittelt zudem wegen des Verdachts der illegalen Einschleusung von Ausländern.
Bäckerei als Subunternehmen?
Der Geschäftsführer sei nicht angetroffen worden. Einer der Anwesenden habe sich jedoch als „Chef“ jener Firma ausgegeben, die die Bäckerei als Subunternehmen betreibe. Dem 41-Jährigen, der in Krefeld gemeldet sei, wurde erklärt, dass er die Bäckerei mangels Baugenehmigung gar nicht betreiben dürfe. Die sofortige Schließung wurde angeordnet.
Die Rathaussprecherin: „Bei einer Betretung der übrigen Räumlichkeiten wurde zudem festgestellt, dass sämtliche ,Mitarbeiter’ auch in dem Betrieb wohnten und übernachteten. Gepäck sowie Matratzen lagen in kleinen Räumen gestapelt, Wäsche war am Fließband der Backstraße zum Trocknen aufgehängt.“
Adressat der Backwaren ist unklar
Die Kontrollaktion habe verhindert, „dass weiterhin möglicherweise nicht ordnungsgemäß und unhygienisch produzierte Ware in den Handel gelangt“. Es sei unklar, wohin die Backwaren geliefert wurden und wie viele davon bis zur Schließung in Umlauf gekommen sind.