Saarbrücken
Noch immer Baustelle im ehemaligen Galeria-Kaufhaus
Das ehemalige Kaufhof-Gebäude in der Saarbrücker Bahnhofstraße hat einen wirklich prominenten Standort. Entsprechend große war der Schock bei Kunden sowie der Belegschaft, als Galeria Kaufhof Anfang März ankündigte, den Shopping-Palast in der Fußgängerzone dicht zu machen. Es dauerte nicht lange, bis es jedoch gute Nachrichten zu vermelden gab: Die Modekette „Aachener“ hat den Kaufhof übernommen und angekündigt, ihn unter eigenen Namen weiterhin zu betreiben. Ursprünglich war geplant, dass der Laden nach einer kurzen Umbauphase im September wiedereröffnet. Die Ladentüren sind aber noch immer dicht.
Nachfrage bei der Modekette, diese bestätigt am Telefon gegenüber der RHEINPFALZ, dass bislang kein genauer Eröffnungstermin feststeht. Aachener sei dabei, das Haus für den eigenen Betrieb zu „optimieren“, sprich umzubauen. Aachener gibt zu, dass sich die Arbeiten länger hinziehen, als ursprünglich geplant. Ebenso sei offen, ob alle Etagen fertig saniert sind, alsbald der Shopping-Tempel in Saarbrücken wieder aufmacht.
Sechs Galeria-Standorte in Deutschland übernommen
Im Juni erklärte Aachener, dass das Saarbrücker Kaufhaus als sogenannter „Departmentstore“ betrieben werden soll. Allgemein sind Departmentstores als Kaufhäuser, die eine breite Warenpalette von Kleidung über Haushaltswaren bis hin zu Elektroartikeln anbieten, definiert. Auch Galeria-Kaufhof war demnach ein Departmentstore, hinsichtlich des Produktangebotes könnte sich also nicht wirklich viel verändern. Mit Blick auf die gesamte Bundesrepublik hat Aachener insgesamt sechs ehemalige Galeria-Kaufhäuser übernommen: Coburg, Cottbus, Frankfurt, Leverkusen, Nürnberg und Saarbrücken. Aachener berichtete im Juni, dass sie allen Kaufhof-Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung anbieten wollten.
Das Sortiment von Aachener ist laut dem Unternehmen vor allem durch Damen- und Herrenmode im gehobenen Preissegment zusammengesetzt. Großes Augenmerk liege zudem auf dem Verkauf von Wäsche, Dessous und Strümpfen. Verkauft werden ausschließlich Kleidungsstücker von nationalen und internationalen Marken.