Kirrberg / Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Drohne für Homburg: Aus Anhänger wird in 250 Stunden eine Drohnenzentrale

Die neue Drohne soll auch außerhalb des Stadtgebiets bei Personensuchen oder Bränden eingesetzt werden. Hinten sieht man die Dro
Die neue Drohne soll auch außerhalb des Stadtgebiets bei Personensuchen oder Bränden eingesetzt werden. Hinten sieht man die Drohnenzentrale. Hinten links steht Homburgs designierter Oberbürgermeister und Bürgermeister, daneben Wehrführer Peter Nashan.

Eine neue Feuerwehrdrohne inklusive selbst ausgestattetem Drohnenanhänger hat die Homburger Feuerwehr am Mittwoch am Kirrberger Feuerwehrhaus vorgestellt.

Das insgesamt rund 30.000 Euro teure Gesamtpaket, das die Stadt bezahlt hat, wird zukünftig bei der Löscheinheit Kirrberg stationiert sein. Die Drohne ist modernstes Rettungsgerät und kann außer Kaffeekochen und Löschen so ziemlich alles. Zudem ist sie wasserfest, denn ihr Vorgängermodell hat einem Regenschauer im Einsatz nicht standgehalten und musste mit Wasserschaden in den Motoren als defekt in den Ruhestand geschickt werden.

Dies soll mit dem neusten Gerät, das rund 17.000 Euro kostet, nicht mehr passieren. Die Drohne kann nicht nur per Handsteuerung geflogen werden, sondern vom Rechner, der im Anhänger verbaut ist, auch auf feste Flugrouten und Aktionen programmiert und gesteuert werden. Ein Livebild kann auf zwei großen Bildschirmen angezeigt werden, aber auch auf der weißen Rückwand des Anhängers. Dazu haben Feuerwehrleute aus Kirrberg eigens einen Sonnenschutz rund um die Klappe gebaut und einen Beamer an der Klappe befestigt.

Aus dem Kastenanhänger wird eine Drohnenzentrale

Ein Martinshorn und einen sehr lauten Lautsprecher hat die neue Feuerwehrdrohne, mit dem man Warnsignale, aber auch Durchsagen aussenden kann. Eine normale Kamera, einen Suchscheinwerfer und eine Wärmebildkamera hat sie zudem, und außerdem kann sie laut dem Homburger Wehrführer Peter Nashan bis zu 600 Gramm Gewicht tragen. Man kann laut Nashan also auch externe Messgeräte mit ihr an unwegsame Orte oder über brennende Objekte transportieren, um dort zu messen, wo keine Menschen hinkommen.

Für die Drohne, die mit sechs Akkus geliefert wurde, von denen je zwei für einen Flug von bis zu 40 Minuten Dauer ausreichen, haben Feuerwehrleute in rund 250 Stunden Arbeit einen handelsüblichen Kastenanhänger umgebaut zu einer funktionellen Drohnenzentrale. Ladegeräte, Notstromversorgung mittels Benzinaggregat, Licht, Beamer, computergestützte Drohnenprogrammierung, Ersatzteilwerkstatt und Handsteuerungen, Landeplatte und Sicherungsmittel für den Landeplatz sind somit immer dabei.

Drohnenführerschein für zehn Feuerwehrleute

Zehn Feuerwehrleute haben den Drohnenführerschein gemacht und dürfen das neue Gerät fliegen. Die Drohneneinheit der Homburger Feuerwehr wird zukünftig auch außerhalb des Stadtgebietes einsatzbereit sein bei Bränden, Personensuchen und ähnlichen Szenarien. Durch schnellen Akkuwechsel wird die Zeit der Drohne auf dem Boden auf ein Minimum reduziert.

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