Homburg Nach Trainerentlassung: FC Homburg beantragt Drittliga-Lizenz

Mit Spannung wird die Suche nach der neuen Besetzung für den Homburger Trainerstuhl verfolgt.
Mit Spannung wird die Suche nach der neuen Besetzung für den Homburger Trainerstuhl verfolgt.

Auf Tabellenplatz 10 abgerutscht, zehn Zähler hinter Regionalliga-Spitzenreiter Steinbach-Haiger, versucht der FC Homburg jetzt aus der Krise zu kommen. Trotz der jüngsten Ergebniskrise, nach der Trennung vom Trainer, wird der FCH vorsorglich die Lizenz für die Dritte Liga in der Saison 2021/22 beantragen.

Am Mittwochabend, 17. Februar, wenige Stunden nach der 1:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg II, gab der Club die Entlassung von Cheftrainer Matthias Mink bekannt. Dem 53-Jährigen wird der Abwärtstrend der jüngsten Zeit angelastet, mit nur einem Sieg aus acht Spielen. Ansonsten waren die Saarpfälzer zuletzt zu Remiskönigen mutiert – ganz ähnlich wie der 1. FC Kaiserslautern eine Spielklasse darüber. Wenn die FCH-Vereinsspitze jetzt kritisiert, dass Matthias Mink die Mannschaft kaum noch erreicht habe, so hatten viele Beobachter schon vorher den Eindruck gewonnen, dass der frühere Fußballlehrer des SV Steinbach und des KSV Hessen Kassel nie so recht in Homburg angekommen war. Aus den tiefen Fußstapfen seines im Sommer 2020 plötzlich als Sportdirektor nach Saarbrücken abgewanderten Vorgängers Jürgen Luginger konnte er sich nicht lösen.

Gouverneur macht es anders als Herbert Eder

Am Donnerstag, 18. Februar, gab der FCH-Vorsitzende Eric Gouverneur bekannt, dass der Verein trotz des deutlichen Tabellenrückstands diesmal vorsorglich die Lizenz für die kommende Saison in der Dritten Liga beantragen werde. Damit schlägt Gouverneur bewusst einen anderen Kurs als sein Amtsvorgänger Herbert Eder ein: Dieser hatte vor einem Jahr auf das Beantragen der Drittliga-Lizenz verzichtet, weil er angesichts des damaligen Rückstands auf Tabellenführer 1. FC Saarbrücken die Kosten für das Antragsverfahren einsparen wollte. Für diese Entscheidung war Eder im FCH-Umfeld und bei den Fans seinerzeit stark kritisiert worden.

Beim nächsten Heimspiel am Samstag, 20. Februar, 14 Uhr, gegen Schott Mainz werden der bisherige Co-Trainer Joti Stamatopoulos und Sven Sökler, spielender Co-Trainer der Zweiten Mannschaft aus der Saarlandliga, auf der Bank sitzen. Das Duo gilt als Interimslösung, bis ein neuer hauptamtlicher Coach gefunden ist.

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