St. Ingbert
Mit Nasenspray gegen Coronaviren
„Wir wollen, dass die Kitas und die Schulen trotz Corona geöffnet bleiben“, sagt der St. Ingberter Oberbürgermeister Ulli Meyer. Daher biete die Stadt St. Ingbert den Erziehenden in städtischen Kitagesstätten und den Lehrkräften der Grundschulen sowie dem pädagogischen Personal in den freiwilligen Ganztagsschulen kostenfrei das Nasenspray Pollival an. Die Stadtverwaltung habe 300 Flaschen des Sprays gekauft.
Die Stadt berufe sich auf Medienberichte über eine erfolgreiche klinische Untersuchung, eine sogenannte Phase II-Studie. Die an Patienten durchgeführte Untersuchung belege, dass das Spray mit dem Wirkstoff Azelastin eine hohe Wirksamkeit gegen Coronaviren aufweise. Die Virenlast könne offenbar auch bei der Omikron-Variante des Coronavirus deutlich reduziert werden.
Aus diesem Grund hätten sich Oberbürgermeister Meyer und die Beigeordnete für Kinder und Bildung, Nadine Backes, dazu entschlossen, das Medikament allen Lehrkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern der städtischen Einrichtungen St. Ingberts zur Verfügung zu stellen. Auch an Mitarbeitende der Stadtverwaltung mit Kundenkontakt werde Pollival verteilt, sagte Sprecherin Maria-Müller-Lang auf RHEINPFALZ-Anfrage.
„Ich freue mich besonders, dass der Saarbrücker Arzneimittelhersteller Ursapharm auf diesem Gebiet große Pionierarbeit geleistet hat. Meine Hoffnung ist, dass vermehrte Krankheitsausfälle in den städtischen Grundschulen, Kindertagesstätten sowie der Freiwilligen Ganztagsschule vermieden werden können“, so der Oberbürgermeister. Das Nasenspray werde in den kommenden Tagen verteilt.