Webenheim Missmut im Ortsrat über Stadtverwaltung
Neben der Dienstplanbesprechung für den Weihnachtsmarkt im Hof des Bürgermeisteramtes am 1. und 2. Dezember und der Diskussion über den Glühweinpreis sowie diversen Verkehrsthemen machten Beschwerden über die Stadtverwaltung Blieskastel und deren Wegducken und Nichtbeantworten von Anfragen und Anregungen aus Webenheim den Großteil der langen Sitzung aus.
So sei eine Schachtsenkung von einem Anwohner in der Straße des 13. Januar schon vor längerer Zeit der Stadtverwaltung gemeldet worden, passiert sei seither jedoch nichts, obwohl das Problem laut Ortsvorsteher Mathias Krey mehrfach bei der Stadtverwaltung angesprochen wurde. Auch, dass die Straßenbeleuchtung am Waldeck defekt ist, sei mehrfach an die Stadtverwaltung adressiert worden. Das sei unverändert seit nahezu einem Jahr so, die Stadt habe es bislang nicht geschafft, die Leuchte instand zu setzen, so Krey.
Ebenfalls keinerlei Rückmeldungen habe der Ortsrat zum aktuellen Stand der Webenheimer Turnhalle bekommen. In der vorherigen Ortsratssitzung wurden lediglich Zahlen für Sanierung und Neubau vorgestellt, der Ortsrat mahnte jedoch ein Konzept an, das bis heute fehle. Das Vororts-Gremium will dazu die Gutachten einsehen und das weitere Vorgehen mit der Stadtverwaltung besprechen. Ebenfalls keine Rückmeldung von der anderen Seite der Blies habe man zum Thema barrierefreier Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus bekommen, ein Thema, das bereits vor einem Monat besprochen wurde. Weitere nicht kommunizierte Themen der Verwaltung seien das Friedhofskonzept der Stadt sowie der Baum am Feuerwehrhaus. Dieser wurde laut Krey 2022 ohne jegliche Information des Ortsrates durch die Stadt Blieskastel entfernt, müsse aber ersetzt werden, weil er die Ausgleichsmaßnahme war für die Versiegelung der Feuerwehreinfahrt.
Stadt will Gewerbegebiet „Auf Scharlen“ erweitern
Laut Mathias Krey denkt die Stadtverwaltung Blieskastel über eine Erweiterung des Gewerbegebietes „Auf Scharlen“ auf Webenheimer Gemarkung nach. Man habe für Zustimmung in Webenheim geworben, doch Krey erwartet Widerstand aus der Bevölkerung, die eine weitere Zunahme des bereits hohen Verkehrsaufkommens befürchtet.
„Mir wurde gesagt, die Stadt selbst habe doch kein Land mehr für Neuansiedlungen und man müsse doch mal die Vergangenheit hinter sich lassen und gut zusammenarbeiten. Da habe ich geantwortet: Das stimmt, aber dann muss die Stadtverwaltung auch in allen anderen Bereichen mit uns zusammenarbeiten“, so Krey auf Anfrage der RHEINPFALZ. Und genau das sei eben nicht der Fall, wie die Vielzahl nicht beantworteter Anfragen und unbearbeiteter Themen aufseiten der Blieskasteler Verwaltung beweise, so Krey.
Dies zeige sich an so kleinen Dingen wie der Schranke am Friedhof, die eigentlich den dortigen Verkehr eindämmen sollte, aber immer offen stehe. Das defekte Schloss wurde zwar ausgetauscht, „die Verwaltung interessiert sich aber nicht für die Problematik des unerlaubten Verkehrs auf den Webenheimer Feldwegen“ kritisierte Ortsvorsteher Krey „die Kaschdler“.