Saarbrücken Missbrauchsskandal Bergisch-Gladbach: Saarländische Polizei verhaftet 22-Jährigen

Über die Ermittlungen der Sonderkommission „Besondere Aufbauorganisation Berg (BAO Berg)“ der Kölner Polizei wurde die Saarbrücker Staatsanwaltschaft auf den 22-Jährigen aufmerksam. Dieser, so Staatsanwalt Mario Krah, sitzt nun unter „dringendem Tatverdacht des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in sechs Fällen“ in Untersuchungshaft. Der Mann soll sich in den Jahren 2018 und 2019 im Saarland an einem heute elfjährigen Kind vergangen haben. Mindestens zwei der Taten habe er per Video gefilmt. Die Filmaufnahmen habe er dann an einen weiteren Mann verschickt, gegen den nun in einem gesonderten Verfahren ermittelt werde.
Festnahme im Saarland
Nach Krahs Worten wurde der 22-Jährige am Mittwochmorgen identifiziert und sogleich im Saarland festgenommen. Das Amtsgericht habe auf die Haftgründe der Fluchtgefahr, Verdunklungsgefahr „und subsidiär der Wiederholungsgefahr“ erkannt und deshalb Haftbefehl erlassen.
Laut Staatsanwaltschaft steht das Verfahren im Zusammenhang mit gesonderten Ermittlungen der „BAO Berg“ sowie der bei der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) in Nordrhein-Westfalen eingerichteten „Task-Force zur Bekämpfung des netzkonnexen Kindesmissbrauchs (Ta-Beneki)“. Den Fahndern dort seien die Videos bei Ermittlungen gegen deren Empfänger aufgefallen. Das Videomaterial habe Hinweise ergeben, die im Saarland zur Festnahme des 22-Jährigen führten.