Saarbrücken Messerangriff auf afrikanischen Studenten in der Saar-Landeshauptstadt

Kurz nach der Tat wurde der 24-Jährige festgenommen.
Kurz nach der Tat wurde der 24-Jährige festgenommen.

Nach einem mutmaßlich rassistisch motivierten Messerüberfall auf einen afrikanischen Studenten am Samstagmorgen, 6. Juni, in Saarbrücken ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft gegen einen 24-jährigen Deutschen wegen versuchten Mordes.

Der Tatverdächtige wurde am Samstag festgenommen und sitzt nun in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken in Untersuchungshaft. Laut Dennis Zahedi, Sprecher der Generalstaatswaltschaft, besteht der Verdacht des versuchten Mordes in Tateinheit mit Körperverletzung.

Todesdrohung

Am frühen Samstagmorgen soll der 24-Jährige an einer Saarbrücker Haltestelle am Burbacher Markt unvermittelt einen Studenten aus dem afrikanischen Staat Gabun auf dessen Hautfarbe angesprochen haben – mit der Drohung, ihn zu töten. Dann habe er sein Opfer mit einem Fausthieb zu Boden geschlagen. Der Angreifer, der womöglich unter Drogeneinfluss gestanden habe, soll mehrfach versucht haben, mit einem Messer auf Hals und Oberkörper des Studenten einzustechen. Diesem sei es gelungen, den Messerattacken auszuweichen. Als das Opfer laut um Hilfe rief und ein Auto vorbeikam, sei der 24-Jährige weggelaufen. Wenig später nahm ihn die Polizei unweit des Tatorts fest.

Noch am Samstag habe das Saarbrücker Amtsgericht Haftbefehl wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit Körperverletzung erlassen.

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