Saarpfalz-Kreis Mehr Arbeitslose und weniger Jobs im Januar

Die Arbeitsagentur meldet im Januar mehr Arbeitslose als im Dezember. Woran das liegen könnte.
Die Arbeitsagentur meldet im Januar mehr Arbeitslose als im Dezember. Woran das liegen könnte.

Schlechte Nachrichten für den Saarpfalz-Kreis: Im Januar gab es mehr Arbeitslose als im Dezember – und auch mehr als im Januar vor einem Jahr.

Insgesamt waren 3665 Menschen ohne Job – ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber Dezember 2022. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 4,9 Prozent. Das geht aus dem Arbeitsmarktbericht hervor, den die Agentur für Arbeit am Dienstag vorlegte.

Auffällig ist, dass sich im Januar 13,5 Prozent mehr Frauen arbeitslos gemeldet haben als im Vorjahr; bei den Männern waren es nur 3,5 Prozent mehr. Arbeitslos bleiben müssen sie nicht – sie können sich auf einen der über 1700 Stellen bewerben, die es im Saarpfalz-Kreis momentan gibt.

273 Stellen sind im Januar neu dazugekommen – fast ein Drittel weniger als im Dezember, und sogar über ein Drittel weniger als vor einem Jahr. Die meisten neuen Stellenausschreibungen kamen aus der Zeitarbeit und dem verarbeitenden Gewerbe. Außerdem suchen Unternehmen aus den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen, Information und Kommunikation, und Erziehung und Handel Mitarbeiter.

In Saarbrücken wurden im Januar 536 neue Stellen gemeldet; 29,2 Prozent weniger als im Dezember. Das liegt auch daran, dass saisonale und auf die Weihnachtszeit bezogene Jobs jetzt weggefallen sind.

Mit der Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent steht der Saarpfalz-Kreis gar nicht so schlecht da. Zur Orientierung: Saarbrücken hat die höchste Arbeitslosenquote (9,3 Prozent oder in realen Zahlen 16.246 Personen), es folgt der Landkreis Neunkirchen mit 7,2 Prozent. In St. Wendel ist die Quote mit 4,1 Prozent (1909 Personen) am niedrigsten.

Und wie sieht es insgesamt im Saarland aus? 35.357 Menschen waren im Januar insgesamt ohne Job – das waren 1711 Personen mehr als noch einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote lag im Saarland bei 6,7 Prozent; 0,3 Prozent mehr als im Vormonat.

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