Saarbrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Keine Autos, dafür Aktionen: Sommerstraßen gehen an den Start

Im Nauwieser Viertel gibt es für einen Monat zwei Sommerstraßen. Dort gibt es gemeinsame Aktivitäten. Für Autos sind die Straßen
Im Nauwieser Viertel gibt es für einen Monat zwei Sommerstraßen. Dort gibt es gemeinsame Aktivitäten. Für Autos sind die Straßen tabu.

Spielen und Kochen mitten auf der Straße – das bieten zwei Sommerstraßen im Nauwieser Viertel. Für einen Monat sind dort Autos tabu. Dafür gibt’s jeden Tag andere Aktionen.

Im Sommer hat man Lust, lange draußen zu sein. Es gibt aber einen Haken: Spielenden Kindern, feiernden Jugendlichen, oder in Kneipen sitzenden Erwachsenen macht oft der Autoverkehr einen Strich durch die Rechnung. Deshalb gibt es schon in Homburg während der Sommermonate den autofreien Marktplatz. Jetzt zieht auch Saarbrücken nach – und eröffnete am Dienstag die Sommerstraßen.

Einen Monat lang, bis zum 2. September, sind die Abschnitte der Försterstraße und der Cecilienstraße im Nauwieser Viertel für Autos, Roller oder Motorräder gesperrt. Auch das Parken ist tabu. Dadurch kann man die 42 freiwerdenden Bewohnerparkplätze für mehr Grün, Spiele, Kunst, Kultur oder Treffpunkte nutzen. „Saarbrücken ist eine Sommerstadt“, sagt Oberbürgermeister Uwe Conradt. „Wir wollen mit diesem Testlauf Straßenräume neu erlebbar machen. Die Erfahrungen, die wir im Zuge des Pilotprojektes sammeln, könnten Basis für weitere Aktionen werden.“

Ein Kinderprogramm und das wörtlich genommene Streetfood

Anwohner haben kleine Aktionen in den Sommerstraßen geplant. Jeden Tag gibt es neue. So ist etwa heute, Mittwoch, um 16 Uhr das Mitmachprogramm für Kids dran. Anna Lena, die im Viertel wohnt, wird mit den Kindern Ballontiere oder Jonglierbälle basteln. Außerdem gibt es einen Hula-Hoop-Workshop. Die Kinder entscheiden selbst, was sie am liebsten machen wollen. Am Sonntag wird Streetfood wörtlich genommen. Um 16 Uhr steht gemeinsames Kochen auf dem Programm.

Bei den Planungen sind die Belange der Anwohner berücksichtigt worden. Damit auch alle ruhig schlafen können, enden alle Aktionen von sonntags bis donnerstags spätestens um 20 Uhr, freitags und samstags spätestens um 22 Uhr. Ein Sicherheitsdienst wird zudem an allen Tagen abends bis in die Nacht vor Ort sein.

Jeder kann Kräuter auf der Straße ernten

Wie war das noch mit dem Grün? Das kommt in der Försterstraße in Form von zwölf Hochbeeten – samt Bänken. Kräuter und Gemüse werden in die Hochbeete eingesetzt. Jeder, der möchte, kann sie dann ernten.

Das Projekt der Sommerstraßen wurde im März bekanntgemacht. Zuvor hatte die Stadt alle Anwohner angeschrieben und ihnen das Projekt in zwei Bürgerveranstaltungen vorgestellt. Ihre Ideen und Anregungen sind ins Projekt mit eingeflossen.

Info

Das Programm findet man hier. Jeden Freitag erscheint das Programm für die kommende Woche.

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