Saarbrücken
Jugendliche starben auf E-Roller: Noch immer kein Gutachten
Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken wartet noch immer auf ein Sachverständigengutachten zur Rekonstruktion des Unfallhergangs und zur Vermeidbarkeit des Unfalls. Das sagt Mario Krah, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, auf RHEINPFALZ-Anfrage. Der zeitliche Ablauf bewege sich „im Rahmen des Üblichen“, so Krah.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den 44-jährigen Autofahrer, der am 6. Juni an der Kreuzung Viktoriastraße zur Bahnhofstraße in der Fußgängerzone mit dem E-Roller zusammengestoßen war. Gegen 23.20 Uhr, so der Polizeibericht, sei der 44-Jährige die Viktoriastraße aus Richtung Saar kommend entlanggefahren. An der Kreuzung zur Fußgängerzone - dort steht die bekannte Fußgängerampel, die jeder Saarbrücker Shopping-Gast überqueren muss, wenn er aus Richtung Bahnhof zum St. Johanner Markt laufen will – kam es zum Zusammenprall.
Die 17-Jährige und der 16-Jährige, die laut Polizei zu zweit auf dem E-Roller unterwegs waren, wurden durch den Aufprall auf die Straße geschleudert und starben wenig später aufgrund ihrer schweren Verletzungen. Der Autofahrer blieb unverletzt.
Die Staatsanwaltschaft, sagte Pressesprecher Thomas Schardt im Juli, habe das Gutachten in Auftrag gegeben. Inhalt des Gutachtens sei auch die Frage, inwiefern auch die Jugendlichen eine Mitschuld tragen, weil sie zu zweit auf dem E-Scooter gefahren sind.