Kirrberg Haltestellen-Umbau: „Gar nicht verkorkst“
Die RHEINPFALZ hat über das Thema berichtet. „Im Zuge des Förderprogrammes 2019 wurden drei – und nicht zwei, wie von Herrn Diehl dargestellt – Haltepunkte in Kirrberg für den barrierefreien Bushaltestellenumbau vorgesehen“, nennt Rathaussprecher Jürgen Kruthoff jetzt die drei Haltestellen Rossberg, Collinger Berg und Kirchbergstraße. Der Gesetzgeber habe angeordnet, dass bis zum 1. Januar 2022 „eine vollständige barrierefreie Nutzung der öffentlichen Nahverkehrsangebote“ ermöglicht werde. Die erhöhten Bordsteine der Bushaltestellen kämen nicht nur Rollstuhlfahrern entgegen, sondern allen Menschen, die in der Bewegung eingeschränkt sind – vor allem älteren Leuten. Die drei genannten Haltestellen habe man dahingehend versetzen müssen, dass man sie vorschriftsmäßig umbauen konnte.
Nicht alle Anwohner rechtzeitig angetroffen
Bei zwei Haltestellen habe die Stadt die Anwohner vor der Versetzung erreicht und informieren können. Bei der dritten habe man die Anlieger trotz mehrerer Versuche nicht angetroffen. Kruthoff räumt ein, dass weitere Versuche unterblieben, ebenso ein schriftlicher Hinweis. Dies sei ein Fehler, den die Stadt bedauere. Man habe sich aber entschuldigt, als die betroffenen Anwohner sich während des Umbaus im Bauamt meldeten.
Als Reaktion auf die Kritik des Ortsvorstehers („Wir hier im Ort wissen besser als die Stadtverwaltung, wo behinderte Menschen in Kirrberg ein- und aussteigen“) betont der Rathaussprecher, dass die barrierefreien Haltestellen keineswegs nur für „behinderte Menschen“ gedacht seien.
Übrigens, so ergänzt Kruthoff, seien die Haltestellen regelkonform gebaut worden; sie behinderten auch keine Ein- und Ausfahrten. Die betroffenen Busbetriebe, die Behindertenvertretung der Stadt, das Ordnungsamt und die Kreisverkehrsbehörde habe man am Verfahren beteiligt.
Die Sache sei also mitnichten „gründlich verkorkst“ gelaufen, wie Ortschef Diehl es genannt hatte.