Saarbrücken Großfeuer nahe Wohngebiet Eschberg

Die rückwärts rangierende Drehleiter nähert sich dem Brandherd.
Die rückwärts rangierende Drehleiter nähert sich dem Brandherd.

Der Brand einer leerstehenden Lagerhalle hat die Einsatzkräfte der Saarbrücker Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag , 20. April, stundenlang bis in den Morgen in Atem gehalten. Eine halbe Stunde nach Mitternacht war der städtischen Berufsfeuerwehr von Anwohnern das große Feuer in der Quellenstraße im Stadtteil St. Johann gemeldet worden.

Am Fuß des Wohngebiets Eschberg, an dem sich ein seit Jahren verlassenes Firmengelände befindet, hatten sich um diese Stunde die Flammen bereits seit längerer Zeit ungehindert ausgebreitet. Dichter Rauch stieg in den Nachthimmel auf. Anwohner rochen, sahen und hörten den Brand.

Umgehend wurden ein Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie der Löschbezirk St. Johann der Freiwilligen Feuerwehr zur Brandstelle gerufen. „Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf eine etwas abseits gelegene ehemalige Werkhalle, die schon zur Hälfte in Brand stand“, berichtete Feuerwehr-Einsatzleiter Oliver Zemborski nach dem nächtlichen Einsatz. „In der Halle lagerten Unrat und Altreifen. Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Objekt.“

In Halle befinden sich gelagerte Altreifen und Müll

Trotzdem wurde auch der Rettungsdienst in die Quellenstraße geschickt. In dem alten Lagergebäude, das einst einem Handwerksbetrieb als Garage und Abstellfläche diente, stieß die Feuerwehr auf zahlreiche eingelagerte Reifen, die vom Feuer noch nicht erfasst waren. „Wir haben Schaumlöschmittel eingesetzt und so verhindert, dass die Reifen zu brennen begannen“, erklärte Zemborski.

Die Berufsfeuerwehr fuhr mit einer Drehleiter rückwärts an die Lagerhalle heran und bekämpfte den Brand vom Dach aus, gleichzeitig aber auch von innen mit Löschtrupps unter schwerem Atemschutz. Die Wehr bekam das Feuer schnell unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch noch bis in den frühen Morgen hin.

Hallengebäude nun akut einsturzgefährdet

Ein Problem: die Halle war durch den Brand akut einsturzgefährdet, die Feuerwehrleute mussten sich zurückziehen. Bis 3.30 Uhr am frühen Dienstagmorgen dauerte der Einsatz. Eine Brandwache achtete darauf, dass sich die Halle nicht nochmals entzündete. Da die Berufsfeuerwehr hier für viele Stunden gebunden war, wurden vier andere Löschbezirke für den Fall möglicher weiterer Einsätze in Bereitschaft versetzt.

Über die Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse, Brandermittler haben an der Halle ihre Arbeit aufgenommen. Die Schadenshöhe ist noch nicht beziffert.

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