Bexbach Gedenken an die Opfer der Grube Frankenholz
Jörg Müller verlas in der Kirche die Namen der Opfer und wies darauf hin, dass es sich um Angehörige heute noch in der Region verwurzelter Familien handelte. Im Bergwerk Frankenholz sind seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert mehr als 150 Menschen zu Tode gekommen. Das Unglück von 1941 sei das letzte einer Serie von Unfällen und Unglücken gewesen, die ihre Ursache in der hohen Ausgasung der Flöze im Höcherberg gehabt hätten. Stefan Hager, Regionalbeauftragter der Bergbaugesellschaft RAG, brachte einen Kranz in die Kirche und sagte, dass man keinen Toten des Bergbaus vergessen dürfe. „Das Leben des Einzelnen genoss damals nicht die Wertschätzung wie heute. Sicherheit wurde nicht so groß geschrieben“, blickte der ehemalige Markscheider und heutige RAG-Chef in die Geschichte zurück. Das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, die Traditionen der Bergleute zu pflegen und die Toten zu ehren. Auch der Bexbacher Bürgermeister Christian Prech war zur Feierstunde gekommen. In der Kirche wurde der Kranz im Schein von Grubenlampen vor der Statue der Heiligen Barbara aufgestellt. Dort ist die Liste der verunglückten Bergleute einsehbar. 21 der Toten waren Grubenwehrmänner, die bei den Rettungsarbeiten ums Leben kamen.