Kirkel-Neuhäusel
Frau kommt bei Brand ums Leben: Polizei nennt neue Details
Bei der Frau, die mutmaßlich in den Flammen ihr Leben verloren hat, soll es sich um eine 62 Jahre alte Hausbewohnerin handeln. In dem Haus im Kohlroterweg in Kirkel-Neuhäusel, in dem am Dienstag gegen 13 Uhr ein Feuer ausbrach, sei eine dreiköpfige Familie gemeldet. Darin wohnen die 62 Jahre alte Frau, ihr Mann und der gemeinsame Sohn. Das sagte Stephan Laßotta, Sprecher des Landespolizeipräsidiums in Saarbrücken, der RHEINPFALZ am Mittwochmittag.
„Der Mann soll bei Ausbruch des Brandes gerade auf der Arbeit gewesen sein“, sagt Laßotta. Der Sohn habe sich noch nach draußen retten können, habe sich aber Verletzungen zugezogen und wurde im Krankenhaus behandelt; die Mutter kam ums Leben. Sie sei „eingeschränkt in ihrer Bewegung“ gewesen, so der Sprecher. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder Brandstiftung gebe es keine. „Wir gehen von einem Unglück aus“, sagt Laßotta. Die Leiche der Frau sei zur Homburger Uniklinik gebracht worden und werde am Mittwoch obduziert. Wann das endgültige Ergebnis vorliegt, steht laut Laßotta noch nicht fest.
Feuerwehr fünf Stunden vor Ort
Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren am Dienstagmittag angerückt und rund fünf Stunden lang im Einsatz. Als sie eintrafen, soll dichter Qualm aus der Doppelhaushälfte gedrungen sein. Die Flammen hätten aus dem Dachstuhl geschlagen, als die Feuerwehrleute das Dach abdecken wollten, um an den Brandherd zu kommen. Nach einer Dreiviertelstunde konnten die Feuerwehrleute die Flammen unter Kontrolle bringen, so die Feuerwehr. Anschließend kontrollierten weitere Trupps die anliegenden Häuser nach Rauch- und Wärmeentwicklung.
Weil ein Gas-Warngerät in einem Nachbarhaus ausschlug, hatte die Polizei die umliegenden Häuser evakuiert, Gas-Alarm ausgelöst, und die Straße abgeriegelt. Der Energie- und Gasversorger hatte das Gebäude vom Netz genommen. Im Nachgang hatte sich herausgestellt, dass kein Gas ausgetreten war, sondern die empfindlichen Messgeräte auf das im Brandrauch enthaltene Kohlenstoffmonoxid angeschlagen hatten. Das teilte Marc Habermann, Sprecher der Feuerwehr Kirkel, am Mittwoch mit.
Brandermittler suchen nach der Ursache
Gegen 16.30 Uhr konnten alle Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Kurz zuvor, gegen 16.20 Uhr, seien die Flammen erneut aufgelodert; sie hätten aber innerhalb weniger Minuten unter Kontrolle gebracht werden können. Im Einsatz waren neben 50 Feuerwehrleuten auch etwa zehn Rettungsdienstmitarbeiter und mehrere Polizeikommandos. Die Flammen haben das Gebäude laut Feuerwehr unbewohnbar gemacht. Brandermittler nehmen nun ihre Arbeit auf. Warum das Feuer ausgebrochen war, steht noch nicht fest.