Saarbrücken
Falsche Trading-Plattform: Saarländerin verliert mehrere Hunderttausend Euro
Wie Stephan Laßotta, Sprecher des Saar-Landespolizeipräsidiums berichtet, ist die über 40 Jahre alte Frau durch eine Onlinewerbung auf eine angeblich lukrative Trading-Plattform aufmerksam geworden. Zwischen März und Juli hatte sie zunächst nur geringe Beträge auf das Trading-Konto eingezahlt. Später hatten die Betrüger von ihr gefordert, dass sie teilweise sechsstellige Beträge auf ihr eigenes Kryptokonto zahlen solle – angeblich, um so Steuern und Gebühren für eine spätere Gewinnauszahlung zu decken. „Von diesem Konto aus wurde das virtuelle Geld der Frau per Fernzugriff auf ein Konto der Betrüger transferiert. Zur Auszahlung der vermeintlichen Gewinne kam es nicht“, teilt Laßotta mit.
Schaden von 14 Millionen Euro
Er berichtet, dass sich solche Fälle, in denen die Opfer im Internet um Geld betrogen werden, im Saarland häufen. Jeweils zwei solcher Fälle liegen dem Dezernat für Wirtschafts- und Vermögenskriminalität des Saar-Landespolizeipräsidiums für die Jahre 2018 und 2019 vor. 2022 habe das Dezernat dann schon 100, und voriges Jahr 128 Fälle verzeichnet. Dieses Jahr seien bereits 91 Fälle bekannt. „Insgesamt ist den Opfern ein Schaden von über 14 Millionen Euro entstanden“, so Laßotta. Die Polizei teilt mit, dass man sich im Internet nicht von angeblich hohen Gewinnen oder Kapitalanlagen, für die mit hohen Renditen geworben wird, täuschen lassen sollte. Finanzdienstleister seien dazu verpflichtet, die Risiken ihrer angebotenen Geldanlagen ausdrücklich zu nennen. Man sollte sich niemals unter Druck setzen lassen, sich Referenzen zeigen lassen, und den Service von Verbraucherzentralen nutzen. Diese können solche Angebote prüfen.