Saarbrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Für die Liebe: In Saarbrücken steht jetzt eine Regenbogenbank

Die Bank hat eine S-Form und ist in den Regenbogenfarben gestrichen. Eine Beschilderung gibt es nicht, sie soll für sich allein
Die Bank hat eine S-Form und ist in den Regenbogenfarben gestrichen. Eine Beschilderung gibt es nicht, sie soll für sich allein sprechen.

Sie hat keine Beschilderung, ist in einer weichen S-Form und in allen sechs Regenbogenfarben gestrichen: Eine besondere Bank soll ein Zeichen setzen.

Wenn man sich draufsetzt, soll man an die Vielfalt denken, ans offene Leben, und an Akzeptanz und Liebe: Die Regenbogenbank ist eine besondere Bank, die seit kurzem auf dem Platz am Brunnen in der Saarbrücker Obertorstraße steht. Sie hat eine S-Form und ist in allen sechs Farben des Regenbogens gestrichen – dem Zeichen der LGBTQ-Gemeinschaft. Die Idee, in Saarbrücken eine Regenbogenbank aufzustellen, stammt vom Lesben- und Schwulenverband Saar. Im April beschloss der Bezirksrat Mitte einstimmig ihre Umsetzung. Das Dezernat für Bildung, Kultur und Jugend setzte die Idee mit der Stadt um.

OB Conradt: „Die Liebe ist bunt. So ist auch unsere Regenbogenbank“

Als die Bank aufgestellt wurde, sagte Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU): „Die Liebe ist bunt. Und so ist auch unsere Regenbogenbank.“ Saarbrücken sei eine vielfältige und weltoffene Stadt, „in der Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen und sexueller Orientierungen gleichberechtigt zusammenleben. Mit der Regenbogenbank im Herzen der Stadt senden wir diese Botschaft nach außen“, so der OB. Irene Portugall vom Landesvorstand des LSVD Saar sagt, dass die Regenbogenbank auch ein Zeichen der Ermutigung sein soll: Man solle gegen Unrecht und Diskriminierung aufstehen und für eine offene Gesellschaft eintreten, die die Menschenrechte umsetzt. Die Bank soll mit ihrer geschwungenen S-Form gegen die „zunehmende Härte in unserer Gesellschaft“ stehen, so Portugall.

Für Thomas W. Schmitt vom Landesverband Lesben und Schwule in der Union setzt die Bank neben dem alljährlichen Christopher Street Day (CSD) ein Signal der LGBTQ-Community, „das an allen 365 Tagen im Jahr sichtbar ist“.

Ein Gedenkort für Opfer der Homosexuellenverfolgung soll folgen

Die Regenbogenbank ist erst mal ein eigenständiges Projekt. Dabei soll es aber nicht bleiben: In der Faßstraße soll ein Gedenkort für die Opfer der Homosexuellenverfolgung entstehen. So werde in den kommenden Jahren ein Ensemble entstehen, das Menschen mit allen sexuellen Orientierungen und Identitäten in ihrem Stolz, ihrer Würde und ihrer Identität stärkt.

Im Februar hatte OB Conradt ebenfalls in der Obertorstraße Ampeln mit gleichgeschlechtlichen Ampelfiguren enthüllt.

x