Saarbrücken Führende Kommunalpolitiker im Saarland für harten Lockdown

Die Zeichen stehen deutlich auf Herunterfahren des öffentlichen Lebens.
Die Zeichen stehen deutlich auf Herunterfahren des öffentlichen Lebens.

In einer gemeinsamen Erklärung sprachen sich im Saarland am Freitag, 11. Dezember, der Städte- und Gemeindetag (SSGT) und der Landkreistag (LKT) für einen „harten Lockdown“ ab 27. Dezember aus. Der Zeitpunkt, die Corona-Infektionswelle auf diese Weise zu brechen, scheine günstiger denn je. Denn bis Neujahr ruhe das öffentliche Leben ohnehin weitgehend.

Schulen und Kitas seien geschlossen, die Großindustrie und der Mittelstand hätten Betriebsferien. In diesem Zeitfenster seien Folgewirkungen zu erwarten, wie sie sonst „nie geringer“ sein dürften. Erhoben wird die Forderung von den Landräten der Kreise St. Wendel und Saarlouis für den LKT sowie namens des SSGT vom Tholeyer Bürgermeister Hermann Josef Schmidt und Jörg Aumann, Oberbürgermeister von Neunkirchen.

Die gleiche Forderung wird von Forschern der Universität Saarbrücken erhoben. Nach deren Erkenntnissen würden Lockerungen über Weihnachten die Infektionsrate wieder erheblich steigern. Ohnehin sei selbst mit frühen Maßnahmen die Zahl von „30 000 Covid-Todesfällen bis zum Jahresende nicht mehr zu verhindern“. Nur ein „rascher harter flächendeckender Lockdown“ könne die Verdoppelung der aktuellen Sterbezahlen bis Mitte Januar verhindern.

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