Saarbrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Drei Kräne sollen schwimmende Shisha-Bar bergen

Das Saarbrücker „Schwimmschiff“ an der Berliner Promenade, heute als Shisha-Bar bekannt, hängt mit Schlagseite in der Saar.
Das Saarbrücker »Schwimmschiff« an der Berliner Promenade, heute als Shisha-Bar bekannt, hängt mit Schlagseite in der Saar.

Das Saarbrücker „Shisha-Schiff“, das Mitte Februar am Saarufer gesunken ist, soll baldmöglichst gehoben werden. Dies betont Lothar Steinacker, Ehemann der Schiffseigentümerin, auf Anfrage. Die Aufträge für die mühselige Bergung gehen jetzt raus. Die Stadtautobahn muss nicht gesperrt werden.

Steinacker weiß nur zu gut, dass die Hebung des „Shisha-Schiffs“ alles andere als einfach ablaufen wird. Im Detail plant Steinacker, dass zunächst ein Tauchertrupp Bänder um den Rumpf des auf Grund liegenden Schiffs zieht. Diese Bänder werden dann an drei Kränen befestigt, die am Ufer auf der Berliner Promenade stehen. Die Kräne heben das Boot an, das darin schwappende Wasser wird ausgepumpt. Dann soll die Shisha-Bar wieder schwimmen. „Im Rumpf ist kein Loch. Das Wasser im Boot kommt nur aus einer geplatzten Wasserleitung", sagt Steinacker.

Ein Hauptproblem bei der Bergungsaktion wird die Anfahrt der Kräne sein. Der Grund: Damit die drei tonnenschweren Fahrzeuge zum Schiff gelangen, müssen entlang der Promenade sämtliche Bänke und alles andere abgebaut werden, was sonst noch im Weg stehen könnte. Steinacker verhandelt darüber mit der Stadtverwaltung. Immerhin müsse die Saarbrücker Stadtautobahn A 620, die parallel zur Saar verläuft, für die Aktion nicht gesperrt werden. Alle drei Kräne würden auf der Promenade aufgestellt. Was die Bergung kosten wird, wollte Steinacker nicht sagen. Zurzeit werde aber geprüft, ob eine Versicherung die Bergung bezahlt. Der Termin der Schiffshebung ist derzeit noch offen. Lothar Steinacker: „Ich hoffe natürlich, dass es schnell geht."

Schiff wird nicht verschrottet

Wie berichtet, war am frühen Morgen des 14. Februar eine Wasserleitung im Innern der schwimmenden Shisha-Bar geplatzt. Damals lagen die Außentemperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Daraufhin lief das auch als Schwimmschiff bekannte Boot mit Wasser voll und sank. Seither liegt das Shisha-Schiff in der Saar auf Grund. Öl oder Benzin sind nicht ausgelaufen, weil das Boot keinen Motor hat und fest an die Promenade angebaut war.

Ist das Shisha-Schiff erst einmal gehoben, soll es laut Steinacker saniert und wieder in Betrieb genommen werden: „Verschrottet wird es nicht."

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