Saarbrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Diese Modekette übernimmt das Kaufhof-Gebäude

Der Kaufhof-Schriftzug wird in der Saarbrücker Fußgängerzone verschwinden. Dem Gebäude wird aber neues Shopping-Leben eingehauch
Der Kaufhof-Schriftzug wird in der Saarbrücker Fußgängerzone verschwinden. Dem Gebäude wird aber neues Shopping-Leben eingehaucht.

Als Anfang März angekündigt wurde, dass der Saarbrücker Kaufhof dichtmacht, war der Schock bei Kunden und Belegschaft groß. Nun kündigt sich eine Zukunft für den Shopping-Palast an. Und auch für die Mitarbeiter gibt es gute Nachrichten.

Die Modekette Aachener übernimmt zum 1. Juli den Saarbrücker Kaufhof - unter eigenem Namen. „Nach Coburg, Cottbus, Frankfurt, Leverkusen und dem Franken Center in Nürnberg wird Saarbrücken der sechste Standort, den Aachener übernimmt“, schreibt das Unternehmen auf RHEINPFALZ-Nachfrage.

Ab Juli wird der Kaufhof umgebaut. Ziel sei, den Kunden ab der Wiedereröffnung im September dann bereits erste Eindrücke des neuen Shopping-Palastes zu präsentieren. Der weitere Umbau soll dann im laufenden Betrieb passieren. „Die kurze Schließung von etwa acht Wochen im Sommer soll auch dem Verlust von Kundenfrequenz, der bei einer längeren Schließung unvermeidbar wäre, vorbeugen“, schreibt Aachener.

Kleidung und Wäsche im gehobenen Preissegment

Sämtlichen Kaufhof-Mitarbitern will Aachener eine Weiterbeschäftigung anbieten. Der Saarbrücker Standort soll als sogenannter „Departmentstore“ betrieben werden. Weitere Details zu dem Konzept will das Unternehmen Ende Juni bekanntgeben, wenn die endgültige Größe des Filialportfolios bekannt sei. Allgemein sind Departmentstores als Kaufhäuser, die eine breite Warenpalette von Kleidung über Haushaltswaren bis hin zu Elektronikartikeln anbieten, definiert. Auch Galeria-Kaufhof war demnach ein Departmentstore.

Das Sortiment von Aachener ist laut dem Unternehmen vor allem durch Damen- und Herrenmode im gehobenen und höheren Preissegment zusammengesetzt. Großes Augenmerk liege zudem auf dem Verkauf von Wäsche, Dessous und Strümpfe. Verkauft werden ausschließlich Kleidungsstücker von nationalen und internationalen Marken. „Wir verzichten auf Billigangebote und konzentrieren sich auf Partner, die sich der nachhaltigen Produktion verschrieben haben“, so Aachener.

Kaufhof-Insolvenzantrag im Dezember gestellt

Die insolvente Kaufhofkette, zu der das bisherige Galeria-Geschäft gehört, hatte bereits im Dezember vergangenen Jahres angekündigt, rund ein Drittel seiner Filialen zu schließen. Die Folge: Mehr als ein Viertel der Kaufhof-Mitarbeiter deutschlandweit verlieren ihren Job, in Saarbrücken arbeiteten bis zuletzt 80 Mitarbeiter in der zur Schließung verdammten Filiale in der Fußgängerzone. „Dies ist ein rabenschwarzer Tag“, kommentierte der Galeria-Gesamtbetriebsrat die großflächige Filialschließung im März.

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