Homburg
Die Straße Im Fuchstal gehört jetzt der Stadt
In den letzten Wochen sorgte eine Straße für ebenso viel Aufregung wie Verwirrung: Die Straße Im Fuchstal in Homburg-Schwarzenbach gehört nicht der Stadt, sondern einer Familie. Genauer gesagt Familie Diesler, die die Straße auch anlegen ließ.
Dass die Straße nicht der Kommune gehört, kam erst durch die vom Bund angeordnete Grundsteuererklärung ans Licht. Familie Diesler bot die Straße der Stadt Ende letzten Jahres daraufhin schon einmal zum Kauf an. Damals hatte die Stadt abgelehnt. Der Grund: Der Zustand der Straße und der Versorgungsleitungen sei nicht bekannt, womöglich sogar schlecht.
Stadt ändert ihre Meinung
Jetzt hat die Stadt ihre Meinung geändert, wie sie der RHEINPFALZ am Freitag Mittag mitteilte. Sie wird die Strecke samt der darunterliegenden Kanalisation und den Hausanschlüssen im öffentlichen Bereich übernehmen. Die Stadt möchte den Verkaufspreis nicht preisgeben. Klar ist, dass sich Stadt und der Eigenbetrieb Stadtentwässerung die Kosten teilen werden.
Der Werkausschuss des Eigenbetriebs hat seine Zustimmung gegeben. In dieser Woche hat Homburgs Bürgermeister Michael Forster auch im Ständigen Vergabeausschuss des Stadtrates einstimmig den Auftrag bekommen, dass die Verwaltung den Kaufvertrag auf den Weg bringen soll.
Lösung hat „klares Wohl“ der Bürger im Auge
„Damit haben wir eine Lösung gefunden, die von Anfang an und zu allererst das klare Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Auge hatte“, sagt Forster. Vor drei Wochen hatte er bei einem Vor-Ort-Termin bei den Eigentümern und den Anwohnern den Kompromiss auf den Weg gebracht. Mitte Februar war das Thema, das weite Kreise zog, auch Thema im Stadtrat.
Die Stadt hat sich gerade noch rechtzeitig entschieden: Denn in fünf Tagen hätte die Straße versteigert werden sollen. Diese Idee kam den Besitzern, als Homburg dem Straßenkauf Ende 2022 eine Absage erteilte.
Wie kam es eigentlich dazu, dass eine Straße in privater Hand ist? 1978 wurde die Straße ausgebaut, sollte aber der Stadt übertragen werden. Genau dieser Schritt wurde versäumt. Laut Bürgermeister Forster ist die ganze Zeit über „nichts geschehen“. Auch keiner der Anlieger habe sich je darum gekümmert.