Sankt Ingbert RHEINPFALZ Plus Artikel „Das Blau“: Saniertes Freibad startet in die Saison

Als Allererste durften die Freizeitsportler aus mehreren St. Ingberter Schwimmvereinen schon am Freitag, 25. Juni, das sanierte
Als Allererste durften die Freizeitsportler aus mehreren St. Ingberter Schwimmvereinen schon am Freitag, 25. Juni, das sanierte Freibad erkunden.

Spätestens seit im Herbst 2005 direkt nebenan das moderne Hallenbad „Das Blau“ eröffnet wurde, wirkte das zuletzt 1999 erneuerte St. Ingberter Freibad etwas altbacken. Das hat sich jetzt geändert. Nach gut einjähriger Um- und Ausbauzeit darf ab Montag, 28. Juni, im generalsanierten Freibad-Teil des „Blau“ geschwommen werden.

Vom diesem Montag an begrüßt das Freibad in der Bäderanlage „Das Blau“ wieder Besucher. Betriebsleiter Dirk Burger ist heilfroh darüber, dass die Freizeitstätte rechtzeitig vor dem 19. Juli in Betrieb gehen kann, an dem im Saarland die Sommerferien beginnen. In den Umbau des Freibades wurden zwei Millionen Euro investiert. Weitere 4,5 Millionen Euro fließen in die seit Monaten laufenden Bauarbeiten zur Erweiterung des „Blau“-Hallenbadteils. Drei dieser insgesamt 6,5 Millionen Euro werden vom Saarland bezahlt.

Was hat sich getan? Der Eingangs- und Kassenbereich wurde direkt neben den schon bestehenden Hallenbad-Eingang verlegt. Hier, im vorderen Teil des Freibadgeländes, ist jetzt auch ein neu angelegter Umkleide- und Sanitärtrakt zu finden.

Lieferengpässe und Ärger mit Unwettern

„Wir haben ein turbulentes Jahr hinter uns“, bekennt Hubert Wagner, der Geschäftsführer der städtischen Bädergesellschaft BBS. „Wegen der Corona-Pandemie hatten wir im Mai 2020 beschlossen, das Freibad für den Sommer erst gar nicht mehr aufzumachen.“ Stattdessen hätten Stadt und BBS den Entschluss gefasst, den Beginn der ohnehin schon geplanten Freibad-Modernisierung um gut zwei Monate auf Ende Juni 2020 vorzuziehen. „Dieses zusätzliche Zeitpolster konnten wir sehr gut gebrauchen. Denn Lieferengpässe beim Baumaterial sorgten immer wieder für Verzögerungen.“ Hinzu kamen in den vergangenen Monaten mehrere Unwetter mit Starkregen in St. Ingbert, die den Arbeitszeitplan im Freibad durchkreuzten. Zuletzt hatten heftige Gewitterstürme am vorigen Montag und Dienstag, 21. und 22. Juni, in der Innenstadt mehrere Straßen und Keller überflutet.

Solchen Wetterkapriolen und dann auch noch großer Aufregung um einen – zum Glück falschen – Chlorgas-Alarm am vergangenen Mittwochabend, 23. Juni, ist es geschuldet, dass das Bad seinen allerletzten Schliff noch nicht bekommen hat. „Teile der Liegewiese können erst ab Juli genutzt werden, wenn der neue Rollrasen dort begehbar ist“, sagt Wagner. Betroffen ist das hintere Stück der Wiese am gegenüberliegenden Ufer des Großbachs, der das Terrain durchfließt. Überqueren können die Badegäste den Bach mit einer neuen Metallbrücke.

Schon vor dem jüngsten Unwetter sei klar gewesen, dass die Freibadbesucher in diesem Sommer noch ohne die große Reifenrutsche werden auskommen müssen. Hubert Wagner: „Diese mussten wir vorübergehend abbauen, um im Hallenbad den Bau eines neuen Lehrschwimmbeckens zu ermöglichen.“

Im Hallenbad wird weitergearbeitet

Ab Montag, 28. Juni, dürfen sich die jüngeren Freibadgäste im Nichtschwimmerbecken mit Wellenball und Strömungskanal sowie auf einem Sprungturm mit Dreimeterbrett tummeln. Wagner: „Für die ganz Kleinen gibt es im Nichtschwimmerbecken eine kleine Rutsche und den Kleinkindbereich, der schon 2018 erneuert wurde.“

Die Erweiterung des benachbarten Hallenbads im „Blau“ soll sich noch bis in den Dezember kommenden Jahres hinziehen. „Außer dem Lehrschwimmbecken entstehen jetzt im Hallenbad ein neues Kinderplanschbecken und eine zusätzliche Doppelrutsche, die je nach Saison vom Hallen- und vom Freibad aus zugänglich sein wird“, blickt Hubert Wagner voraus. „Diese Bauarbeiten werden im aktuell geöffneten Hallenbad bei laufendem Betrieb fortgeführt. Für die Badegäste ist das natürlich ebenfalls mit gewissen Einschränkungen verbunden – zum Beispiel mit Baulärm.“

Sind diese Unbilden Ende 2022 erst einmal überstanden, werden die Besucher nach Überzeugung des Geschäftsführers „mit einer wunderschönen Badelandschaft mit Hallenbad, Lehrschwimmbecken, neuem Kinderbecken, zwei topmodernen Rutschanlagen und einer neu gestalteten Freibadanlage“ entschädigt.

Internet: www.das-blau.de

Info: Baden mit Corona-Regeln

Zutritt im St. Ingberter Freibad haben Genesene, komplett Geimpfte und Inhaber eines frischen negativen Corona-Tests. Unter 18-Jährige brauchen den Nachweis nicht zu erbringen. Erwachsene zahlen 3,50 Euro Eintritt, Jugendliche 1,60 Euro. Besucherdaten werden via Kontaktformular erfasst, alternativ kann die Luca-App genutzt werden. Ein Online-Buchungssystem soll absichern, dass sich nie zu viele Besucher im Bad aufhalten. Buchen kann man unter www.das-blau.de oder an der Kasse, wenn die Maximalzahl noch nicht erreicht ist. Abstandsgebote gelten auch in den Becken und auf der Wiese.

Feierstunde zum Saisonstart. Im Hintergrund ist das Hallenbad zu sehen.
Feierstunde zum Saisonstart. Im Hintergrund ist das Hallenbad zu sehen.
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