Saarbrücken „Christlich-2G“ im E-Werk
„Wir sind einen Schritt weiter als letztes Jahr“, sagte Dechant Benedikt Welter am Donnerstag. Für die 52. Aktion könnten sie nun auf die Lösung aus dem vergangenen Jahr zurückgreifen. „Menschen sind von Natur aus auf Begegnung angelegt und auf Zuwendung“, betonte Welter. Kirchen müssten vorne weg sein, um Menschen zu beschenken. Für die Aktion gelte nur „christlich 2G – gut gelaunt“.
Diakon Horst-Peter Rauguth erklärte, dass die Heiligabend-Aktion in Saarbrücken durch die reine Geschenk- und Essensübergabe wie ein Geschäft des täglichen Bedarfs gelte – mit Abstands- und Maskenpflicht.
Deswegen sei keine der anderen Coronavorgaben zu Tests sowie Impf- oder Genesenen-Nachweisen nötig. Wenn eine Band spielen oder Musik laufen würde, würde die Aktion wiederum als Veranstaltung gelten und müsste anderen Regeln unterliegen. Die Kosten der Aktion liegen laut Rauguth bei 30.000 Euro. Geldspenden seien erwünscht. Die Heilig-Abend-Aktion beginnt demnach um zwölf Uhr für die Über-60-Jährigen, danach für die 40- bis 60-Jährigen und zum Schluss sind Familien und Jüngere eingeladen.
Für jede Gruppe sind jeweils zwei Stunden vorgesehen. Die Organisatoren rechnen mit dem Besuch von rund 1000 Menschen. Viele hätten auch das Bedürfnis sich länger auszutauschen, aber mehr als ein „30-Sekunden-Gespräch“ sei coronabedingt nicht möglich. Weihnachtliche Stimmung solle über die aufgebaute Krippe erzeugt werden, an der die Menschen vorbeikommen.
Der Saarbrücker Pfarrer Joachim Wörner von der evangelischen Johanneskirche betont die Bedeutung der Aktion. Es gehe an Weihnachten darum, die Geburt Jesu zu feiern und dass die Liebe Gottes zur Welt komme. Es sei daher wichtig, sich mit dem Sinn von Weihnachten auseinanderzusetzen. „Wenn wir lediglich auf Konsum schauen wollten, dann sollten wir eher die Black-Friday-Wochen feiern“, betonte er.
Spenden
Spenden können an St. Josef Saarbrücken bei der Sparkasse Saarbrücken, IBAN: DE 57590501010000090175 unter dem Stichwort „Spende Heilig-Abend-Aktion“ überwiesen werden