Blieskastel / Püttlingen RHEINPFALZ Plus Artikel Busgesellschaft Saar-Mobil kommt dank Hilfen durch die Krise

Menschen mit Schutzmasken im Bus.
Menschen mit Schutzmasken im Bus.

Die private Omnibusgesellschaft Saar-Mobil kommt bislang recht gut durch die Corona-Krise. Wie Geschäftsführer Arne Bach in seiner Jahresbilanz erklärt, konnte das Verkehrsangebot dank der Rettungsschirme von Bund und Land aufrechterhalten werden. Die Passagiere würden durch Einbau von Schutzvorkehrungen vor Ansteckung geschützt.

„Wir sind bei strikter Anwendung aller Vorgaben in unseren Bussen ein zuverlässiger Anbieter im Linien- und im Schülerverkehr“, sagt Arne Bach. Saar-Mobil ist ein Zusammenschluss von fünf privaten Busunternehmen im Saarland. Einer der fünf Gesellschafter ist Hans Gassert von Gassert-Reisen in Blieskastel. Nach seinen Worten haben Bund und Land den Busfirmen alle coronabedingten Einnahmeausfälle ersetzt. So sei man nicht in finanzielle Engpässe geraten. Mit Blick auf die Pandemie setzten die Unternehmen aber weiterhin auf Hilfen vom Staat. So sei der öffentliche Bus-Rettungsschirm bis Ostern 2021 verlängert worden.

Plexiglasscheiben und Desinfektionsspender

Nach Bachs Worten haben die Busfirmen alles getan, um ihre Passagiere zu schützen. Plexiglasscheiben für die Fahrer wurden eingebaut und Desinfektionsspender installiert. Die Busse im Nahverkehr hätten sich „als sichere Verkehrsmittel erwiesen“. Man stehe auch voll hinter den Aktionstagen zur Kontrolle der Maskenpflicht.

Bis dato sei keiner der fünf Saar-Mobil-Partner wegen der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, bestätigt der Mitgesellschafter Andreas Baron aus Großrosseln. Trotzdem habe auch Saar-Mobil zwischenzeitlich Kurzarbeit fahren müssen. „Das Fahrgastaufkommen liegt aktuell bei etwa 85 Prozent im Vergleich zu den Zeiten vor Corona.“ Das saarländische Wirtschaftsministerium habe „schnell reagiert“; so hätten die Unternehmen in kritischen Phasen zusätzliche Busse aus ihrem Fundus bereitstellen können. Allerdings brechen jetzt die Einnahmen im Reisebus-Sektor weg.

Der Jahresumsatz bei Saar-Mobil liege bei gut 15 Millionen Euro.

Stichwort: Saar-Mobil

Die Saar-Mobil GmbH & Co. KG mit Sitz in Püttlingen wurde 2014 von den Busunternehmen Aloys Baron (Großrosseln), Gassert Reisen (Blieskastel), Geschwister Bur Reisen (Kleinblittersdorf), Lay Reisen (Püttlingen) und Marianne Feld (Saarbrücken) gegründet. Durch den Zusammenschluss wollten die fünf saarländischen Firmen ihre Leistungsfähigkeit bündeln und ihre Chancen bei Ausschreibungen steigern. Saar-Mobil beschäftigt rund 30 Mitarbeiter und bedient mit 180 Bussen jährlich gut sieben Millionen Fahrkilometer in den Kreisen St. Wendel, Merzig-Wadern und im nördlichen Saarpfalz-Kreis.

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