Saarbrücken
„Briefe an die Zukunft“: Wie sieht das Leben in 25 Jahren aus?
Die Saar-Uni wird 75. Zu diesem Geburtstag startet die Universität des Saarlandes ein Mitmach-Projekt, bei dem alle Interessierten ihre Wünsche und Visionen für die Zukunft in eine Zeitkapsel stecken können. In 25 Jahren soll die Kapsel zum großen Jubiläum wieder geöffnet werden.
Wie wird die Welt im Jahr 2048 aussehen? Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Haben wir den Klimawandel gemeistert? Welche Technologien bestimmen unser Leben? Sicherlich hat sich der ein oder andere schon mal gewünscht, die Zukunft voraussagen zu können. Zwar kann auch die Universität des Saarlandes nicht in die Zukunft schauen. Aber die Mitarbeiter aus dem Büro des Universitätspräsidenten haben sich eine besondere Aktion zum 75-jährigen Bestehen der Uni in Saarbrücken überlegt: „Briefe an die Zukunft“ heißt das Projekt.
Die Wünsche auf Papier bleiben für 25 Jahre ungelesen
Bis Ende April können nämlich alle interessierten Bürger ihre Wünsche und Visionen für ihre ganz persönliche Welt in 25 Jahren zu Papier bringen und einsenden. Diese werden dann im Anschluss für 25 Jahre – also bis zum 100. Geburtstag der Uni – in einer Zeitkapsel aufbewahrt, die schließlich im Jahr 2048 wieder geöffnet werden wird.
Da der Campus in Saarbrücken und Homburg abseits der Stadt gelegen sei, wolle man mit der Aktion gezielt für Bürgernähe sorgen, erzählt Katharina Hien, die als Referentin im Büro des Universitätspräsidenten das Projekt maßgeblich mitbetreut.
Projekt soll auch zum Nachdenken anregen
Durch den Aufruf wolle man einerseits die Bekanntheit der Uni steigern, aber gleichzeitig auch zum Nachdenken anregen. So sei es wichtig, in den Austausch zu gehen und sich mit der Frage zu beschäftigen: „Was bedeutet denn eigentlich für mich die Universität als Bürgerin und Bürger vom Saarland oder der Großregion?“, erklärt Hien. Darüber hinaus sei den Initiatoren von Anfang an wichtig gewesen, mit dem Projekt auch direkt einen Bogen zum großen, hundertsten Jubiläum in 25 Jahren zu schlagen.
In den nächsten 25 Jahren soll die Zeitkapsel verschlossen im Foyer des Präsidiums ausgestellt werden, ehe sie im Jahr 2048 geöffnet wird. „Wenn man sich überlegt, was vor 25 Jahren „state of the art“ war und was jetzt alles an Technik benutzt wird, ist es schon spannend zu sehen, was die Leute vor 25 Jahren bewegt hat“, blickt Katharina Hien in die Zukunft. Gleichzeitig sei es aber auch schon jetzt wichtig, sich Gedanken über die kommenden Jahrzehnte zu machen. „Was bewegt uns jetzt, was wollen wir tun, um die Zukunft so zu gestalten, wie wir uns das eigentlich wünschen für unsere Kinder und Kindeskinder?“, fragt sie sich.
Auch Promis sollen mitmachen
An dem Projekt sollen sich neben wichtigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft vor allem auch Menschen wie du und ich beteiligen. Jeder, der sich mit Zukunftsfragen auseinandersetzen möchte, ist aufgerufen, die eigenen, ganz persönlichen Wünsche und Gedanken in Briefen festzuhalten. Man kann die Gedanken auch als Bild festhalten. Egal, in welcher Form – am Ende muss man, wenn man mitmachen möchte, den Brief an die Uni des Saarlandes schicken.
Universitätspräsident Manfred Schmitt möchte mit der Aktion nicht nur die Mitglieder der Universität ansprechen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. Schließlich trage jeder Einzelne eine Verantwortung dafür, wie die Gesellschaft in 25 Jahren aussehen werde.
Initiatorin denkt an Nachhaltigkeit
Bis Ende April können alle Interessierten die Briefe an die Universität des Saarlandes senden. Ein paar Regeln gibt es aber: Wichtig ist, dass die Briefe nicht größer als DIN A4 sind. Während der Jubiläumsfestwoche im Mai sollen die Briefe dann ungeöffnet in der Zeitkapsel verschlossen werden.
Auch Katharina Hien möchte dann eine Botschaft in der Zeitkapsel hinterlassen. Sie denkt dabei vor allem an Themen wie Klima und Energie und die Frage, wie wir als Menschen zukünftig nachhaltiger leben können. „Mir liegt es sehr am Herzen, dass wir die Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, ein stückweit gemeistert haben“, wünscht sie sich für die Zukunft in 25 Jahren.
Infos
Die Briefe an die Zukunft können bis zum 30. April m DIN A4-Format an folgende Adresse gesendet werden:
Universität des Saarlandes
Büro des Universitätspräsidenten
Postfach 15 11 50, 66041 Saarbrücken
Stichwort: „Briefe an die Zukunft“