Saarbrücken Brandopfer wird am Donnerstag obduziert
In dem Mehrfamilienhaus sind mehr als 30 Personen gemeldet. Dass die Häuserzeile nur über eine Hofeinfahrt erreichbar ist, erschwerte den Feuerwehreinsatz, weil deren Fahrzeuge keinen direkten Zugang hatten.
Als die Feuerwehrleute eintrafen, quoll ihnen beim Betreten der Wohnung bereits dichter Rauch entgegen. Ausgerüstet mit schwerer Atemschutz-Montur, fanden sie im Erdgeschoss neben dem Feuer eine leblose Person. Helfer trugen das Brandopfer sofort ins Freie. Wiederbelebungsversuche durch den Notarzt blieben erfolglos. Der Mann soll schon tot gewesen sein, als die Feuerwehr am Einsatzort ankam. Die Identität des Toten ist noch unklar.
Warme Decken für die Evakuierten
Die Löscharbeiten dauerten mehr als eine Stunde. Zwei Löschzüge der Saarbrücker Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr waren im Einsatz. Die Gerätehäuser mehrerer weiterer Feuerwachen wurden in Einsatzbereitschaft versetzt, um für mögliche weitere unerwartete Aufgaben im Stadtgebiet gerüstet zu sein.
Drei Rettungswagen und zwei Notarztfahrzeuge wurden angefordert, weil die Feuerwehr neun Hausbewohner evakuiert hatte. Diese mussten alle vor Ort medizinisch untersucht werden. Sie wurden während des Einsatzes mit warmen Decken versorgt. Nach Polizeiangaben gab es keine weiteren Verletzten; die Leute durften in ihre Wohnungen zurückkehren.
Brandursache und Opfer-Identität noch unklar
Später suchte die Feuerwehr die Brandwohnung zweimal ab. Sie fand keine weiteren Personen mehr vor. Die letzten Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgendämmerung hin.
Brandermittler des Landespolizeipräsidiums haben am Mittwoch festgestellt, dass das Feuer in der Wohnung des Opfers ausgebrochen ist. Diese ist zerstört. Die Brandursache ist noch unklar. Am Donnerstag, 7. Januar, soll eine Obduktion Todesursache und Identität des Verstorbenen klären.
Während des Feuerwehreinsatzes konnte die Straßenbahn (Saarbahn) nicht durch die Großherzog-Friedrich-Straße fahren.