Homburg Baubeginn fürs „dritte Ohr“ an der A 6 bei Homburg
Nach monatelangen Vorarbeiten, Straßensperrungen und Rodungen bläst der saarländische Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) am Dienstag, 2. Juni, zur heißen Phase beim Ausbau der Anschlussstelle Homburg/Bexbach an der Autobahn 6. Gebaut wird eine zusätzliche Auf- und Abfahrtsschleife von und zur Autobahn. Die Neuerung soll die Ampel überflüssig machen, die am Homburger Ortsausgang zur A 6 in Richtung Bexbach seit Jahren für lange Rückstaus zu den Hauptverkehrszeiten sorgt. Ab Dienstag, 2. Juni, stehen laut LfS-Sprecher Christian Altmann zunächst noch einige letzte Vorbereitungen auf dem Programm – darunter der Aufbau von Barrieren, die die Bauarbeiter vor den Autos schützen sollen. In dieser Frühphase rechnet Altmann noch nicht mit Verkehrsstörungen.
Auffahrt nach Saarbrücken ab 8. Juni gesperrt
Dies dürfte sich ab Montag, 8. Juni, ändern: Von diesem Tag an bleibt die Homburger Auffahrt zur A 6 in Fahrtrichtung Saarbrücken fürs Erste gesperrt. Die Ausfahrt in Richtung Bexbach bleibe dort weiter nutzbar. Auf der A 6 in Richtung Saarbrücken werden der Einfädelstreifen gesperrt und die Überhol- sowie die rechte Fahrspur eingeengt. Gesichert werde diese Baustelle durch eine 1400 Meter lange Schutzwand. Für den Verkehr schildert der LfS eine Umleitung über die Ausfahrt Waldmohr aus.
Wenn die lange Schutzwand nach zehn Tagen fertig ist, wird bis Ende Juni an der Auffahrtsrampe gearbeitet.
Was dann folgt, wird offiziell „Bauphase eins“ genannt. Bis Mitte August, so Christian Altmann, sind der „Endausbau der B 423, die Herstellung der Anschlussbereiche der Äste“ sowie Arbeiten an der Ampelanlage vorgesehen.
Das eigentliche „Ohr“ wird ab 22. August angelegt
Die zweite Bauphase ab 22. August sieht dann die Errichtung der neuen Anschlussstellenrampe auf Homburger Seite vor – des eigentlichen „dritten Ohrs“. Außerdem wird jene Hälfte der Autobahnbrücke abgerissen und dann neu gebaut, die der Stadt Homburg zugewandt ist. Bauphase zwei soll acht Monate plus Winterpause andauern. Der Plan sieht vor, dass ab Mai 2021, im Zeitraum von fünf Wochen, die Verkehrsführung von der Fahrtrichtung Saarbrücken auf die Richtungsfahrbahn Kaiserslautern gewechselt und Arbeiten an den Leitplanken erledigt werden.
In der dritten Bauphase, die voraussichtlich von Juni bis November 2021 währt, würden dann die bestehende Rampe auf Bexbacher Seite von Grund auf saniert und die nördliche (Bexbacher) Autobahnbrückenhälfte abgerissen und neu gebaut.
Die kurze Phase vier sieht letzte Arbeiten im November 2021 vor.
Wieder geradeaus von Jägersburg nach Homburg
Ebenfalls am Dienstag, 2. Juni, nimmt der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) die nunmehr siebte Etappe bei der Sanierung der Erbach-Umgehungsstraße L 118 zwischen Jägersburg und dem Homburger Hauptbahnhof in Angriff. Die Bauphase soll bis Montag, 29. Juni, abgeschlossen sein. Nach Angaben von LfS-Sprecher Christian Altmann werden am Knotenpunkt in Höhe der Firma Dr. Theiss Naturwaren die Überleitungen zwischen der L118 und der Berliner Straße in Erbach voll gesperrt. Während dieser Bauphase könne man zwischen Jägersburg und Homburg aber wieder in beiden Richtungen uneingeschränkt geradeaus durchfahren. Der Verkehr von und nach Erbach wird über das Homburger Stadtgebiet und die B 423 beziehungsweise über Bruchhof umgeleitet. Christian Altmann weist darauf hin, dass mit Verkehrsstörungen zu rechnen sei.