Saarbrücken
Auto mit Leiche in der Saar: Polizei mit neuen Details
Die Polizei geht weder von einem Fremdverschulden noch von einem Unfall aus, sagte ein Sprecher der saarländischen Landespolizei am Montagmorgen zur RHEINPFALZ. Ebenso geht die Polizei davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen seit Oktober 2023 vermissten 68-Jährigen aus Passau handelt. Diese Vermutung wurde schon kurz nach der Bergung des Wagens aus der Saar vermutet, weil das Auto ein passendes Kennzeichen hatte. Der Mann lebte zwar schon seit Jahren im bayerischen Hauzenberg, allerdings stammte er aus Püttlingen und unterhielt bis ins vergangene Jahr Kontakte ins Saarland.
Eine hundertprozentig genaue Identifizierung des Toten ist laut Polizei allerdings nicht mehr möglich. Gleiches gilt für den Todeszeitpunkt sowie den Ort, an dem der Renault in die Saar gefahren ist. Grund dafür ist einerseits die vorangeschrittene Verwesung des Leichnams. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass das Auto nicht dort in die Saar gefahren ist, wo es ein Sonarboot des Wasserschifffahrtsamt am 6. Juni entdeckte. Die Polizei hatte die Saar bereits im vergangenen Jahr nach dem Vermissten abgesucht, allerdings ohne Erfolg. Auch, als die Polizei Anfang Oktober voriges Jahr mit Booten nach dem vermissten fünfjährigen Mathis suchte, hatte sie den nun entdeckten Twingo nicht gefunden. Die Polizei ging bereits kurz nach dem Fund des Wagens davon aus, dass durch das Hochwasser Mitte Mai der Wagen saaraufwärts getrieben ist, bis er schließlich an der letztendlichen Fundstelle zum Liegen gekommen ist.