Homburg
Auf Jägersburger Weiher kreuzen wieder Tretboote
„Individualsport ist derzeit erlaubt“, sagte am Sonntag, 25. April, ein Mitarbeiter des Wellnesshotels „Peters Hof“ am Jägersburger Weiher. Unter dieser Voraussetzung dreht seit Mitte vergangener Woche wieder ein knappes Dutzend Tretboote seine Runden auf dem Gewässer. „Anfang April haben wir die Boote rausgeholt und für die neue Saison klargemacht. Seit voriger Woche sind sie auf dem Weiher wieder im Einsatz.“
Mieten könne man die Tretboote an der Kasse des Biergartens, der zu „Peters Alm“ neben dem Hotel gehört. Becker weist darauf hin, dass auch für den Bootsverleih die bekannten Abstands- und Hygieneregeln gelten. „Bis zu fünf Personen sind auf einem Boot zulässig.“ Im Saarland ist Individualsport seit dem Wochenende nur noch allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt möglich – also auch als bis zu fünfköpfiger Haushalt im Tretboot. Daran, dass die geltenden Kontaktbeschränkungen auf den Booten unbedingt einzuhalten seien, gemahne ein Hinweisschild „mit dickem, fettem Text“, betont der Hotelmitarbeiter. Ausflügler müssten derzeit noch keinen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen, um ein Boot zu bekommen.
Anders verhält es sich im Biergarten am Jägersburger Weiher: Wer sich dort niederlassen will, muss sehr wohl einen tagesaktuellen Schnelltest vorzeigen. Viele Gäste machten am Wochenende von dieser Möglichkeit Gebrauch. „Peters Restaurant“ mit Seeterrasse am Hotel selbst bleibt weiterhin geschlossen.
Inzidenz im Saarpfalz-Kreis liegt bereits über 100
Am Wochenende hat die saarländische Landesregierung festgelegt, dass im Bundesland die Außengastronomie grundsätzlich erlaubt bleibt. Allerdings dürfen Gäste nur noch an Tischen mit festem Sitzplatz bewirtet werden. Getränke oder Speisen zum Mitnehmen dürfen nicht in unmittelbarer Nähe der Ausgabestelle verzehrt werden. Saarlandweit wurde das tägliche Alkohol-Ausschankverbot von 23 auf 22 Uhr vorgezogen.
Am Sonntag, 25. April, meldete das Robert-Koch-Institut für alle fünf saarländischen Landkreise sowie für den Regionalverband Saarbrücken Inzidenzwerte, die die Marke von 100 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen klar überschritten haben. Im Landkreis Neunkirchen betrug der Wert 153,7, im Kreis St. Wendel 116,1 und im Saarpfalz-Kreis 113,2. Letzterer wird ab Dienstag, 27. April, der letzte Kreis im Saarland sein, der sich die „Modellregion“-Freiheiten vorerst noch erhalten darf. Denn ab jenem Dienstag hat auch der Kreis Merzig-Wadern an drei Tagen hintereinander die Hunderter-Inzidenz überschritten. Im Saarpfalz-Kreis dürfte es aber auch bald soweit sein.
Saarländer halten die „Notbremse“ ein
Die „Bundesnotbremse“, die seit der Nacht auf Samstag gilt, wird im Saarland vom überwiegenden Teil der Bevölkerung eingehalten. Dies gab die Polizei bekannt. Die Ordnungshüter wollen ihre landesweiten Kontrollen im Land fortsetzen. Schwerpunkte habe die Polizei bis dato in den Innenstädten von Saarbrücken und Saarlouis gesetzt, wo neben einem Alkoholverbot auch erweiterte Maskentragepflicht gilt. Überprüft werde zudem die Einhaltung der in großen Teilen des Saarlandes geltenden nächtlichen Ausgangssperre.
Aus der Saarbrücker Altstadt wurde lediglich eine Schlägerei in der Nacht zum Samstag, 24. April, gegen 23 Uhr in der Kaltenbachstraße gemeldet: Dort sei die Polizei konsequent eingeschritten und habe eine weitere Eskalation verhindert. Die Einsatzkräfte erinnerten die Wirte und Passanten an die unmittelbar bevorstehende „Notbremse“, sodass sich der St. Johanner Markt etwa eine Viertelstunde nach Mitternacht geleert habe.