Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel An der Uniklinik soll das erste Kinderhospiz im Saarland entstehen

Der Architekt des Projekts Roland Damm stellte in einem Gasthaus die Baupläne der beiden Kinderhospiz-Einrichtungen vor.
Der Architekt des Projekts Roland Damm stellte in einem Gasthaus die Baupläne der beiden Kinderhospiz-Einrichtungen vor.

Der Saarpfalz-Kreis ist der einzige Landkreis im Saarland, in dem es keine stationären Hospizplätze gibt. Das soll sich nun ändern: An der Uniklinik soll das erste Kinderhospiz im Saarland gebaut werden. Auch Erwachsene können dort ihre letzten Tage verbringen. Ein bekannter Arzt und ein Fußballer sind an Bord.

Sie möchte an der Homburger Uniklinik das erste Kinderhospiz im Saarland und das erste Erwachsenenhospiz im Saarpfalz-Kreis bauen: Die Siebenpfeiffer Hospiz- und Palliativgesellschaft. Die Pläne dazu stellten der saarländische Gesundheitsminister Magnus Jung, der Homburger Palliativmediziner Sven Gottschling, und Architekt Roland Damm im Homburger Restaurant Vinoh auf dem Marktplatz vor. Der Samstag war nicht zufällig ausgewählt: Da war nämlich Welt-Hospiztag. Am Samstag wurde auch der Name des stationären Hospizes bekannt gegeben: „Palliativzentrum Schmetterling“ wird es heißen. Der Neubau ist wichtig: Denn nur der Saarpfalz-Kreis hat als bisher einziger Landkreis keine stationären Hospizplätze.

Das Land hat der Gesellschaft das rund 12.000 Quadratmeter große Grundstück auf dem Uniklinik-Gelände unentgeltlich in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Dort sollen zwei Palliativstationen mit acht Plätzen für Kinder und 16 Plätzen für Erwachsene entstehen. Diese müssen baulich getrennt werden, sind jedoch miteinander verbunden. Laut Architekt Damm müssen die Bauten mehrere Funktionen erfüllen. So sollten die Zimmer beispielsweise neben der Eignung für medizinische Betreuung auch wohnlich und gemütlich sein und für die Patienten auf ihrem letzten Weg Sicherheit ausstrahlen. Der Bauantrag wird laut der Geschäftsführerin der Siebenpfeiffer Hospiz- und Palliativgesellschaft, Ines Reimann-Matheis, Ende 2023 gestellt. Deren Gesellschafter sind der AWO-Landesverband Saarland und der Förderverein für altersübergreifende Palliativmedizin.

Anfang 2026 sollen die Hospiz-Einrichtungen eröffnet werden

Als Baubeginn strebt die Gesellschaft Frühjahr 2024 an. Nach einer Bauphase von rund 18 Monaten sollen die beiden Einrichtungen dann Anfang 2026 eröffnet werden. Die Hospiz-Einrichtungen sind laut Palliativmediziner Sven Gottschling dringend nötig in Homburg. „Bis zur nächsten Palliativstation müssen Sie weit fahren“, sagte er vor rund 30 Zuhörern in der Gaststätte am Marktplatz. Zudem seien Palliativplätze generell rar gesät.

Finanziert wird der Bau über eine Anschubfinanzierung des Landes für die Planungsphase in Höhe von 100.000 Euro sowie über eine langfristige Finanzierung über die Kreissparkasse Saarpfalz. Die Krankenkassen sind laut Ines Reimann-Matheis in die Planungen mit einbezogen und würden bei Vorliegen der Voraussetzungen einen Versorgungsvertrag abschließen. Über die gesetzlich festgelegte Finanzierung blieben nicht förderfähige Kosten von rund 2,87 Millionen Euro, die über Drittmittelgeber und Spenden finanziert werden müssten, so Reimann-Matheis. Auch müssten im zukünftigen Betrieb um die fünf Prozent der laufenden Kosten vom Träger aus Spendengeldern aufgebracht werden.

Ein bekannter Fußballspieler ist an Bord

Schirmherr des ambitionierten Projektes ist der ehemalige Fußballspieler Stefan Kuntz, der nach seiner aktiven Zeit als Trainer arbeitet. Förderer der ersten Stunde ist das Unternehmen Dr. Theiss Naturwaren in Homburg. Die Siebenpfeiffer Hospiz- und Palliativgesellschaft wurde im Juni 2017 mit dem Ziel des Hospizbaus in Homburg gegründet. Sitz ist bis zur Fertigstellung der Hospizgebäude in der Karlsbergstraße 4.

Spenden

Die Gesellschaft freut sich über jede Spende auf das Konto IBAN DE22 5945 0010 1030 4188 99 bei der Kreissparkasse Saarpfalz.

Der Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie an der Homburger Uniklinik Sven Gottschling ist auch mi
Der Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie an der Homburger Uniklinik Sven Gottschling ist auch mit an Bord.
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