Saarbrücken Alt-Saarbrücken soll grüner werden, aber erst mal müssen 31 Bäume sterben

Damit neue Fahrspuren und ein neuer Kreisel entstehen können, ließ die Stadt 31 Bäume zwischen Westspange und Trierer Straße fäl
Damit neue Fahrspuren und ein neuer Kreisel entstehen können, ließ die Stadt 31 Bäume zwischen Westspange und Trierer Straße fällen.

Die Stadt Saarbrücken möchte die Congresshalle erweitern und neue Fahrspuren und einen neuen Kreisel schaffen. Dafür wurden 31 Bäume gefällt.

Die Bäume sind im Weg, um die Pläne der Stadtverwaltung umsetzen zu können. Die will nämlich ein neues städtebauliches Konzept umsetzen, das den Namen „Congress Culture City“ (CCC) bekommen hat. Was gut klingt und der positiven Entwicklung des Messestandorts Saarbrücken dienen soll, hat allerdings erst mal eine Schattenseite: das Entfernen eines Baumbestands am Rande des Bürgerparks. Die Stadt weist aber darauf hin, dass man dafür gute Gründe habe.

So sollen in Zukunft die Stadtteile Westliche Innenstadt in St. Johann und Alt-Saarbrücken-Tallage neu gestaltet werden. Das betrifft vor allem die Erweiterung der Congresshalle, die künftig Funktionen des nicht mehr vorhandenen Messegeländes übernehmen wird und den Bereich der Hohenzollern- und Heudukstraße, die grüner und ruhiger werden soll.

Rad- und Fußgängerbrücke soll Congresshalle und Messegelände verbinden

Ein Entwurf sieht vor, dort Parkplätze in Alt-Saarbrücken für das Congresszentrum nutzbar zu machen und diese mit zwei neuen Brücken an die St. Johanner Saarseite anzubinden. Im Entwurf wird vorgeschlagen, das Umfeld der Congresshalle durch den brachliegenden Saartoto-Parkplatz zu erweitern und per Rad- und Fußgängerbrücke mit dem dort geplanten Messegelände auf der gegenüberliegenden Saarseite zu verbinden.

Alt-Saarbrücken soll insgesamt deutlich grüner werden. Für die Umgestaltung des Kreuzungsbereichs unterhalb der Westspange wurden am Sonntag mit der Baumfällung erste Maßnahmen getroffen. Dafür mussten 31 Bäume auf der Mittelinsel in der St. Johanner Straße und im Bereich unter der Westspange bis in die Trierer Straße weichen. Im Kreuzungsbereich soll ein Kreisverkehr den Verkehrsfluss optimieren. Zwei Fahrspuren stadtauswärts und eine Fahrspur stadteinwärts sollen entstehen. Dies soll die Erreichbarkeit des geplanten Messe-, Congress- und Kulturforums verbessern.

Im Herbst Baubeginn für Kreisel und Straßen

Momentan gibt es das Problem, dass der abfließende Verkehr aus dem Bahnhofsbereich in Spitzenzeiten stockt. Das will man mit einer Doppelspur lösen. Wie die Stadt mitteilt, soll der Baubeginn für die Teilprojekte „Kreisel unter der Westspange“ und „Umgestaltung St. Johanner Straße“ im Herbst 2024 sein. Die in der St. Johanner Straße gefällten Bäume sollen ersetzt werden. Nach den Plänen würden mehr Bäume neu gepflanzt, als jetzt gefällt werden.

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