Rhein-Pfalz Kreis Zwei Kita-Gruppen mehr nötig
Dannstadt-Schauernheim. Im Frühjahr erst hat der Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderat beschlossen, rund eine halbe Million Euro in zwei neue Kindergartengruppen zu investieren. Doch seither ist der Bedarf an Kita-Plätzen erneut gestiegen. Deswegen hat das Gremium in der Sitzung am Dienstag nun die Planungen für zwei weitere Gruppen beauftragt.
Kurzer Rückblick: Nach der Zustimmung zu den Ausbauplänen im Februar entsteht derzeit eine zusätzliche Gruppe in der protestantischen Kita Gänseblümchen im Ortsteil Dannstadt. Die Einrichtung wird nach dem Ausbau insgesamt drei Gruppen beherbergen, womit ihre Kapazitäten erschöpft sind. Außerdem bekommt die kommunale Kita Regenbogen eine weitere Gruppe in der Außenstelle in der Kurpfalzschule. Im eigentlichen Kita-Gebäude in der Weinbietstraße sind drei Gruppen untergebracht, mehr geht nicht. Deshalb hat die Gemeinde schon eine vierte Gruppe in das ehemalige Hauptschulgebäude „ausgelagert“. Außerdem sind dort momentan zwei Hortgruppen mit je 20 Plätzen für Grundschulkinder untergebracht. „Doch selbst für die geplante fünfte Regenbogen-Gruppe, die zweite in der Kurpfalzschule, gibt es bereits eine Warteliste“, verdeutlicht Sachbearbeiterin Doreen Pastor vom Fachbereich 3 der Gemeindeverwaltung die enorme Nachfrage. Diese bestätigte die letzte Bedarfsplanungsrunde Ende Mai: Es müssen noch zwei Gruppen her. Die sollen nun ebenfalls in der Kurpfalzschule entstehen. Als Gründe nannte Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) Zuzüge vor allem im Neubaugebiet Schauernheim-West und den Rechtsanspruch von Asylbewerberkindern. Almut Schaab-Hehn (Grüne) erneuerte ihre Kritik vom Februar. Sie hätte einen Neubau im Ortsteil Schauernheim bevorzugt, zum Beispiel nach Schifferstadter Vorbild mit Modulen, die später anders genutzt werden können, falls sich der Bedarf irgendwann einmal ändert. Dafür fehle die nötige Fläche, und es würde die Gemeinde mehr kosten, entgegnete Fey. „Mit dem Baukasten-Prinzip in der Kurpfalzschule sind wir flexibler, und es ist effektiver als ein Neubau“, erklärte Jens Naumann (CDU). Die Architektenleistungen vergab der Rat letztlich bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung an den Architekten Michael Klee aus Dannstadt-Schauernheim. Das Tragwerk soll die Ingenieurgesellschaft Hery aus Hochdorf-Assenheim planen, die technische Ausstattung mit Elektro, Heizung und Sanitär die Firma Kohl und Frech aus Schifferstadt. |mamü