Rhein-Pfalz Kreis Zwei fordern Eberle heraus

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„Ich kandidiere neben ihm und nicht gegen ihn“, sagt Jörg Jokisch (SPD), und auch Stefan Haas (CDU) zollt dem amtierenden Ortsbürgermeister von Dirmstein, Bernd Eberle (FWG), Respekt. Es scheint fast, als rechneten sie nicht damit, am 25. Mai oder in der Stichwahl am 8. Juni gewinnen zu können. Dass es so passiert wie vor fünf Jahren, als Bürgermeister Jürgen Schwerdt (CDU) von den Bürgern „abgewählt“ und durch Eberle ersetzt wurde, kann man sich kaum vorstellen, aber wer weiß ...

Damals erreichte im zweiten Wahlgang 58,9 Prozent der Stimmen, nachdem er schon im ersten einen satten Vorsprung hatte. Der 1960 in Frankenthal geborene Obstbau- und Winzermeister gilt als ruhiger, kompromissbereiter Mensch, der aber auch in der Lage ist, seine Überzeugungen klar zu vertreten und, wenn es sein muss, auch mal energisch werden kann. Aufgewachsen ist Bernd Eberle im Nachbarort Laumersheim, mit seiner Frau betreibt er in Dirmstein einen Obsthof. Der evangelische Vater zweier erwachsener Töchter gehört seit 1984 der FWG an und war zehn Jahre lang deren Fraktionssprecher im Gemeinderat. Im Verbandsgemeinderat Grünstadt-Land hat er seit 2004 ein Mandat. Zu seinen Ehrenämtern gehören Aufsichtsratstätigkeiten sowie der stellvertretende Vorsitz des Obstbauverbands Pfalz. Seine privaten Interessen: Garten, Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen. Als Schwerpunktthemen im Wahlkampf nennt er den Bau der Festhalle und der Grillhütte, den Ausbau der Bleichstraße, die Neugestaltung der Spielplätze und der Schlossplatz-Nordseite sowie Tempo 30 auf allen Gemeindestraßen und eine Fußgängerampel an Bahnhof-/Friedhofstraße. (48) hat lange überlegt, ob er für das Bürgermeisteramt kandidieren soll, und dann der CDU zuliebe Ja gesagt. Dass er das Dorf polarisieren wird, ist nicht zu erwarten. „Einen schmutzigen Wahlkampf werde ich nicht führen“, hat er im Ortsverband, dem er seit 1999 angehört, klargestellt. Er ist Fraktionssprecher im Gemeinderat und Mitglied des VG-Rats in Grünstadt. Dirmstein ist sein Heimatort, dort arbeitet er unter anderem im Kolpingsfamilien-Vorstand und katholischen Verwaltungsrat mit und sorgt mit seiner Frau für zwei jugendliche Kinder. Unternehmungen mit Freunden und auf dem Fahrrad, Volleyball und Lesen gibt er als Hobbys an. Als kaufmännischer Angestellter ist er bei der BASF tätig, vorwiegend im Personalbereich. Die Liste seiner politischen Ziele ist relativ lang und zielt überwiegend auf Verbesserungen ab: bei Versorgung und Mobilität, Tourismus und Verkehr sowie Freizeitaspekten wie Wanderwegen, Kultur und Vereinswesen. Am Herzen liegt ihm ebenfalls der Service für und der Dialog mit den Bürgern, denn er schlägt zum Beispiel eine Einwohnerfragestunde in jeder Ratssitzung und ambulante Dienstleistungen der Gemeinde vor. Der dritte Bürgermeisterkandidat heißt (SPD), und er versucht es zum dritten Mal, obwohl er 2009 nur etwa die Hälfte der Stimmen bekam, die ihm 2004 geschenkt wurden. Doch Ausdauer, Ehrgeiz und Lernfähigkeit zeichnen den 1967 in Dirmstein geborenen Kfz-Mechaniker und Justizvollzugsbeamten, der kürzlich Vater einer Tochter wurde, aus. Scharmützel mit der politischen Konkurrenz sind selten geworden. Mit Bernd Eberle versteht er sich prächtig, und als Dezernent für Bausachen sowie Vertreter von Verbandsbürgermeister Reinhold Niederhöfer (SPD) weiß er, dass es gut ist, alle Fraktionen im Boot zu haben. Das sozialdemokratische Parteibuch hat er seit 1998, seine aktuellen Ämter sind: Ortsvereinsvorsitzender und Erster Beigeordneter von Orts- und Verbandsgemeinde. Die Ziele des konfessionslosen Dirmsteiners sind: naturnaher Spielplatz, Schlossplatz-Nordseite, Energiesparen in kommunalen Gebäuden, verbesserte Kita-Angebote, Bleichstraße mit Park- und Lagerraum, mehr Grün. Hobbys: alles rund um Computer und Technik, Garten, Lesen. (ww/Fotos: privat)

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