Gartenolympiade
Zum Staunen und zum Lachen
Im Hof von Marie-Anne Kühn in Speyer wächst in einer Ecke ein stattlicher 3 bis 3,50 Meter hoher Trompetenbaum mit mehr als 50 Blüten, der wunderbar in die Kategorie „Exotisch“ bei der RHEINPFALZ-Gartenolympiade passt. Kühn schätzt das Alter des Baums auf fünf bis sechs Jahre und erzählt, dass sie dessen Standort immer mal wieder gewechselt habe. Vergangenes Jahr stand er im Halbschatten, sodass er eher in die Breite wuchs. Dieses Jahr streckte er sich dagegen Richtung Sonne und erzielte deshalb diese stattliche Größe. „Im Sommer war er noch mickrig, aber auf einen Schlag hat er Blüten bekommen“, sagt die 71-Jährige, die mit etwas Blumendünger nachgeholfen hat. Wenn die Blüten abfallen, schneidet die Speyererin das Grün zurück und bringt den Baum sowie die Palmen und Olivenpflanzen in einen Schuppen, in dem sie überwintern. Im nächsten Jahr will Kühn den Trompetenbaum an einen halbschattigen Standort stellen, sodass er wieder in die Breite wächst und dennoch hoffentlich genauso viele Blüten ausbildet wie dieses Jahr.
Stefanie Kratz’ Liebe gilt ihrem rund 200 Quadratmeter großen Nutzgarten in Dudenhofen. Dort wachsen neben Auberginen, Paprika, Erbsen, Zwiebeln, Zucchini, Brokkoli und Kohl auch Spargel und Kürbisse. Ihren Kürbis der Sorte „gelber Zentner“ mit einem Gewicht von 23 Kilogramm hat die 56-Jährige für die Kategorie „Superlativ“ bei der Gartenolympiade angemeldet. Kratz hat ihn im Frühjahr aus Samen herangezogen. „Er ist im Sommer zwischen den Spargelreihen zu diesem Exemplar herangewachsen, zusammen mit seinen anderen Geschwistern, die teilweise auch über 10 Kilogramm erreicht haben“, sagt sie. Die Kürbisse habe sie nicht besonders gepflegt. Sie haben sich die Nahrung vom Kompost und dem Dünger der Spargelpflanzen geholt, sagt die Dudenhofenerin. Sie genießt die Zeit in ihrem Garten und verzichtet dafür in der Erntezeit im Sommer gerne auf einen mehrwöchigen Urlaub. „Ein bis drei Tage Kurzurlaub sind mal drin“, sagt Kratz. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das morgendliche Gießen. Dafür wendet sie schon einmal eine dreiviertel Stunde auf. Das gibt ihr Kraft für den Tag.
Erwin und Traudel Wacker aus Speyer hatten dieses Jahr eine kuriose Kartoffelernte in ihrem Schrebergarten am Woogbach. „Kartoffeln in Herzform, oder das andere können Sie sich denken“, sagt die 81-Jährige und lacht. „Die Natur bringt manchmal seltsame Formen hervor“, fügt die Speyererin noch hinzu. Sie und ihr 82-jähriger Mann bauen in ihrem Garten nicht nur Kartoffeln, die sie manchmal selbst ziehen an, sondern unter anderem auch viele Beeren. „Alles, was nicht unbedingt dauernd gegossen werden muss“, fasst Traudel Wacker zusammen. Denn bei ihrer Wohnung habe sie auch noch einen Garten, in dem die pflegeintensiven Pflanzen wie Tomaten wachsen. „Früher hatten wir Rekordtomaten, aber dieses Jahr war da nicht viel los“, sagt die Speyererin zur diesjährigen nicht erfolgreichen Tomatenernte. Dafür hatte sie bei der Kartoffelernte etwas zu lachen ...
Gartenolympiade
Egal ob lange Bohnen oder riesige Kürbisse – bei der Gartenolympiade ist alles möglich. Wer mitmachen will, meldet sich per E-Mail an redspe@rheinpfalz.de oder unter 06232 130742 und gibt seinen Namen, den Wohnort und eine Telefonnummer an. Die Sieger bekommen ein RHEINPFALZ-Überraschungspaket. Für die Erstplatzierten jeder Kategorie – „Superlativ“, „Exotisch“ und „Kurios“ – gibt’s noch einen Gartencenter-Gutschein. Die Gartenolympiade läuft noch den ganzen Oktober.