Rhein-Pfalz-Kreis
Zum Jahreswechsel: Noch ein Rückblick!
Rückblick: Auf 2022!
Manches kommt halt in jedem Jahresrückblick zu kurz. Kaum ist das Jahr vorbei, wird es einem bewusst. Da war doch noch viel, viel mehr, auch im Rhein-Pfalz-Kreis. Armbrustmörder und Messerstecher. Drogenhändler vor Gericht, abgefahrene Außenspiegel. Unfälle. Bolzplatz-Fragen in Limburgerhof, Schnakenplagen in Fußgönheim und Diskussionen um die artgerechte Haltung von schottischen Hochlandrindern in Mutterstadt. Oder die Frage, ob Mufflons auf der Kreisbauschuttdeponie heimisch werden dürfen. Ein Hauch von Graffiti-Künstler Banksy in Dannstadt-Schauernheim. Ein Ärztehaus ohne Ärzte in Altrip. Unternehmen, die bauen und wachsen. Gastronomen, die leiden. Immer mal wieder gab es Hochwasser, mal mehr, mal weniger. Immer mal wieder stand die Fähre in Altrip still, mal länger, mal kürzer. Grand Malör hatte nicht viele Auftritte in diesem Jahr, dafür einen ganz besonderen: Die Assenheimer Band stand mit den Höhnern auf der Bühne. Die Musiker hatten dafür einen eigenen Song im Gepäck, selbst geschrieben – op Kölsch, versteht sich. Überhaupt, die Menschen. Sie sind doch das Salz in der Suppe. Manche wandern über die Alpen oder gelten als „Quittenpapst“, Andere sind in TV-Shows erfolgreich, züchten Bienen oder entwerfen Nagellack. Die nächsten suchen die Tümpel im Kreis nach Fröschen und Kröten ab. Es gibt so viele, die sich engagieren, sich einsetzen für andere und für die Allgemeinheit. In Vereinen oder in Krisengebieten, in der Pfalz, Deutschland und der Welt. Und eher wenige, die 100 Jahre alt werden. Paare, die 60 oder 70 Jahre verheiratet sind. Miteinander, wohlgemerkt. Und wir freuen uns darauf, auch im kommenden Jahr über all das zu schreiben, all diese Geschichten zu erzählen, ob sie klein sind oder groß. Auf 2022!
Zwischen den Jahren: Es ist endlich!
„Zwischen den Jahren“, die Tage zwischen Weihnachten und Silvester, das ist eine tolle Zeit. Lange Abende, Schlafanzug den ganzen Tag, nach dem großen Fest das Bäuchlein streicheln. Serien in Endlosschleife schauen. Lesen. Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Oder Frau. Oder divers. Jeder, wie er möchte. Was nicht erledigt ist, muss auch nicht mehr geschafft werden. Nächstes Jahr ist auch noch ein Jahr. Das ist legitimierte Lethargie. Nur: In der Pandemie wurde die Jogginghose dank Homeoffice zum Business-Outfit, Lethargie zum Dauerzustand. Das Innehalten dauert bereits zwei Jahre. Sogar der Jahreswechsel ist das, was auch Weihnachten 2021 war: Ein fast ganz normales Wochenende. Das Schöne an der Zeit zwischen den Jahren ist aber, dass sie endlich ist.
Zu guter Letzt: Das war’s!
Muss sonst noch was raus, bevor das Jahr vorbei ist? Vielleicht das: An dieser Stelle entschuldigen wir uns bei jedem Bürgermeister, den wir in unserer Kolumne vernachlässigt haben. Wir haben nicht mitgezählt, wer wie oft vorkam (auch, wenn wir das zum Beginn des Jahres großspurig angekündigt habe). Wer sich beschweren möchte, gerne hier: ichwillöftersindiezeitung@rheinpfalz.de. Aber Achtung, der Spam-Filter ist relativ streng eingestellt. Ansonsten geloben wir Besserung. In jeder Hinsicht. In diesem Sinne: Das war’s.
Einen guten Rutsch wünscht Sven Wenzel