Rhein-Pfalz Kreis Zehfuß baut Vorsprung aus

Placeholder-Image

LUDWIGSHAFEN. Seine Partei hat fast sechs Prozentpunkte an Stimmen eingebüßt, aber Johannes Zehfuß (CDU) hat als Direktkandidat im Wahlkreis 37 Mutterstadt am Ende die Nase vorn. Der 57-Jährige aus Böhl-Iggelheim erlangt 33,5 Prozent der Stimmen, sein SPD-Konkurrent Bernhard Kukatzki 30,3 Prozent.

Bitter für den Sozialdemokraten: Ohne sicheren Platz auf der Landesliste zieht er nicht wieder in den Landtag ein. Erst im Dezember 2014 war der Schifferstadter für Hannelore Klamm ins Parlament nachgerückt. Zehfuß hatte damals gerade einmal 127 Stimmen mehr als Klamm – nun hat er seinen Vorsprung deutlich ausgebaut. Allerdings: Beide Landtagsabgeordnete haben deutlich weniger Stimmen geholt als vor fünf Jahren – Zehfuß 33,5 Prozent (2011: 38,9) und Kukatzki 30,3 (2011: 38,7 Prozent für Klamm). Acht Direktkandidaten sind diesmal angetreten, drei mehr als vor fünf Jahren. Und die Wahlbeteiligung liegt um fast zehn Prozentpunkte höher als 2011. Die Nase vorn hat Zehfuß in seiner Heimatgemeinde Böhl-Iggelheim, wo er mit 39,1 Prozent fast zehn Prozentpunkte mehr Stimmen gewinnt als Kukatzki, in Limburgerhof (33,9, Kukatzki 31,5) und in der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim. Hier holt Zehfuß 39,1 Prozent der Stimmen und der Sozialdemokrat muss sich mit 26,8 Prozent begnügen. Kukatzki wiederum siegt in Mutterstadt mit 33,1 Prozent der Stimmen, Zehfuß hat 30 Prozent. In den Verbandsgemeinden Maxdorf und Rheinauen liegen die beiden fast gleichauf. Bei den Landesstimmen hat sich der Abstand zwischen SPD und CDU wieder vergrößert. Die SPD kommt auf 34,4 Prozent (minus 1,5), die CDU auf 28,6 Prozent gegenüber 34,2 Prozent im Jahr 2011 (minus 5,6). Die großen Bewegungen bei den Wahlergebnissen gibt es aber vor allem bei den Grünen, die bei den Landesstimmen zehn Prozentpunkte einbüßen und nur noch bei knapp über fünf Prozent landen, und bei der AfD. Die neue Partei hat überall im Wahlkreis Ergebnisse im zweistelligen Bereich eingefahren, in Altrip und Waldsee kratzt sie an der 20-Prozent-Marke. Direktkandidat Klaus Räuchle, bisher ein unbeschriebenes Blatt, erhält 16,1 Prozent. Elias Weinacht (Grüne) muss sich mit 6,6 Prozent zufriedengeben (2011: 14 Prozent). Konrad Reichert, zum dritten Mal für die FDP im Rennen, hat sechs Prozent der Stimmen erreicht (plus 1,5). Neu sind dagegen Patrick Kunz (Freie Wähler), der mit 4,4 Prozent ebenso mehr Stimmen schafft als seine Partei (2,8) wie Elisa Uhl (ein Prozent) für die ÖDP (0,5). Maximilian Keck (Linke) erhält 2,1 Prozent. (umi)

x