Dudenhofen Wohnpark: FWG sieht Investor nach Akteneinsicht im Recht

Der Wohnpark am Hainbach sorgt weiter für Diskussionen in Dudenhofen.
Der Wohnpark am Hainbach sorgt weiter für Diskussionen in Dudenhofen.

Die FWG-Fraktion im Ortsgemeinderat übt Kritik an der Ortsspitze, nachdem sie Einsicht in Unterlagen zum Projekt „Wohnpark am Hainbach“ genommen hat.

Vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 28 Wohnungen sind in den vergangenen Monaten im Herzen Dudenhofens entstanden. Die Gemeinde hatte dem Projekt zugestimmt und die Entscheidung auch damit begründet, dass der Investor zugesagt habe, sechs der Wohnungen „sozialverträglich“ zu vermieten. Doch nach Beginn der Bauarbeiten wurden alle Wohnungen zum Kauf angeboten – zu Preisen ab rund 420.000 Euro aufwärts. Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) hat deshalb in den vergangenen Monaten wiederholt beteuert, dass die Gemeinde juristisch gegen den Investor vorgehen will, weil dieser sich nicht an die Vereinbarung gehalten habe.

„Obwohl wir keine konkreten Inhalte offenlegen dürfen, können wir mit Gewissheit festhalten, dass der Investor durch den Verkauf der Wohnungen nicht gegen die Vereinbarungen in den vorgelegten Verträgen verstoßen hat“, teilt die Freie Wählergruppe nach der Einsicht in die Unterlagen nun mit. Der Investor habe sich bis heute genau an das gehalten, was er mit der Gemeinde vereinbart hatte.

Die Ortsspitze habe in der Ratssitzung Ende März eine „erneute Chance zur Aufklärung verpasst“. Bürgermeister Hook habe auf Nachfrage der CDU-Fraktion zu Protokoll gegeben, dass es noch juristischen Klärungsbedarfe gebe und diese Klärung auf einigen „juristischen Ebenen“ laufe. „Die eingesehenen Akten enthielten jedoch keinerlei Unterlagen, die auf ein offenes Rechtsverfahren schließen lassen“, schreibt die FWG. Sie legt allen Ratsmitgliedern ans Herz, sich selbst ein Bild zu machen. Es hätte nach Ansicht der Freien Wähler durchaus Möglichkeiten gegeben, „die angestrebten Regelungen verbindlich und rechtssicher zu fixieren“. Mit Blick auf das neue Bauvorhaben „In den Dreißig Morgen“ fragt die FWG vor diesem Hintergrund: „Wird hier wieder auf das Prinzip Hoffnung gesetzt?“ Das Projekt „Mehrgenerationenhaus“ klinge ambitioniert – „aber bei all der Euphorie wäre ein wenig Realitätsabgleich womöglich kein Fehler“.

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