Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Wohnpark am Hainbach: Investor gibt Zusage

Hier wurden im Februar 35 Bäume gefällt: Das Gelände, auf dem der Wohnpark entstehen soll.
Hier wurden im Februar 35 Bäume gefällt: Das Gelände, auf dem der Wohnpark entstehen soll.

Der Investor des Wohnparks am Hainbach, um dessen Pläne es seit der Baumfällung im Februar in Dudenhofen Streit gibt, hat der Gemeinde eine Zusage gemacht. Die reichte aber nicht, um den Bauausschuss zu überzeugen.

Sechs der beabsichtigten 28 Wohnungen in den geplanten Mehrfamilienhäusern in der Dudenhofener Ortsmitte sollen „sozialverträglich“ vermietet werden. Darüber wurde bei der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstagabend informiert. Dennoch konnte sich der Ausschuss bei Stimmengleichheit – fünf Ja- und fünf Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen – nicht auf die Annahme des nur unwesentlich überarbeiteten Bebauungsplans mit vier Häusern auf einer 0,7 Hektar großen Fläche der ehemaligen Firma Walter & Söhne einigen.

Jürgen Creutzmann (FDP) genügte die vom Bauträger gegebene Zusage, um dem Projekt durch die Kommune keine Steine in den Weg zu rollen. Manfred Hick (CDU) fand einige der während der Offenlage vorgebrachten Bedenken von Anliegern nicht oder nur unzureichend berücksichtigt. Er bezweifelte die Modell-Rechnung zur Entwässerung und Versickerung auf dem Areal. Wieder einmal fühlte sich seine Fraktion vom Bürgermeister unzureichend informiert. In Unkenntnis der Gespräche zwischen Koalition und Investor zur Mieten-Übereinkunft hatte die CDU den Stillstand beklagt und gefordert, das Thema mit Priorität zu behandeln.

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Kommentar

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Gegenüber dem ursprünglichen Bebauungsplan hatte Ulrich Villinger vom Planungsbüro Piske lediglich die Gestaltung der Überschwemmungsfläche am Hainbach geändert und die Kostenübernahme der Verlängerung der Trifelsstraße durch den Bauträger textlich eingefügt. Anlieger-Bedenken betreffen den Artenschutz (hier sieht das Planungsbüro keinen Handlungsbedarf), das Klima und die 35 abgeholzten Bäume (sollen im Wohnpark selbst oder auf anderen Flächen der Gemeinde wiederaufgeforstet werden). Die angemahnte bauliche Verdichtung sah Villinger nicht. Zumindest sei sie kein Grund, die Bebauung zu reduzieren. Eine unzumutbare Verkehrsbelastung in der Trifelsstraße sei nicht zu erwarten, ein Privatweg zu schmal. Gefordert wurde, das Grundstück als Gedenkstätte für die Kriegs-Zwangsarbeiter der Firma zu nutzen und auf ein beschleunigtes Verfahren zu verzichten. „Nicht erkennen“ konnte er eine befürchtete Wertminderung der umliegenden Immobilien durch den Wohnpark. Villinger: „Im Gegenteil. In Dudenhofen steigt ihr Wert ins Unermessliche. Jedenfalls für Normalverdiener.“

Gemeinderat entscheidet

Bei unwesentlichen Korrekturen seien die beiden Fassungen der Bebauungspläne fast deckungsgleich, eine erneute Offenlage sei nicht unbedingt notwendig, meinte Villinger. Eventuell genüge die Offenlage der marginal geänderten Teile. Entscheiden wird das der Ortsgemeinderat. Die geplante Rad- und Fußgängerbrücke über den Hainbach zur Nahversorgung bedürfe noch der wasserrechtlichen Genehmigung, so Villinger.

Verortet ist das circa 0,7 Hektar große Gelände innerhalb der Ortslage zwischen der B39 im Norden und der Speyerer Straße im Süden. Bebaut ist es mit einem Wohnhaus aus dem Jahr 1936 und Nebenanlagen wie Schuppen, Bootshaus und Schwimmbecken. Die Gebäude sollen abgerissen werden. Vorgesehen sind stattdessen vier Mehrfamilienhäuser mit jeweils sieben Wohnungen auf zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss. Jeder Komplex wäre elf Meter hoch. Eine gemeinsame Tiefgarage soll überwiegend Platz für die Stellplätze bieten. Die Erschließung würde über die Fortführung der Trifelsstraße als sieben Meter breite und 55 Meter lange Stichstraße erfolgen.

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