Rhein-Pfalz Kreis Wiederkehr des Wappens

FUSSGÖNHEIM. Einst hat es die Ostseite des Fußgönheimer Schlosses geziert, ist eines Tages verschwunden und kehrt nun – wenngleich nur als Kopie – zurück: das Hallberg-Wappen. Das teilt die Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises mit.
Der Name deutet es schon an: Das Wappen steht für den Freiherrn Jakob Tillmann zu Hallberg (1681 bis 1744), der das Fußgönheimer Schloss um 1730 erbauen ließ. Weshalb es auch als Hallbergsches Schloss bezeichnet wird. Das Hallberg-Wappen habe sich ursprünglich über dem Portal der zum Schlossgarten gerichteten Ostseite des Gebäudes befunden, erklärt Paul Platz, Leiter der Kulturabteilung der Kreisverwaltung in Ludwigshafen. Das aus Buntsandstein gefertigte Original sei 1,40 auf 1,20 Meter groß gewesen und habe rund eine Tonne gewogen. „Das Schloss hatte in den vergangenen 100 Jahren eine ziemlich wilde Geschichte. Irgendwann ist das Wappen dann abhanden gekommen“, sagt Platz. Wer es entfernt hat und aus welchen Gründen, sei nicht bekannt und nicht mehr nachvollziehbar. Auch was damit geschehen ist, habe lange Zeit niemand gewusst. Bis Kommissar Zufall in Gestalt von Landrat Clemens Körner (CDU) zugeschlagen hat. „Er entdeckte es im Weingut Bassermann-Jordan in Deidesheim“, berichtet Kreissprecher Stefan Kopf. Und zollt seinem Chef Respekt dafür, dass er gleich erkannte, was er da vor sich hatte. Denn das Original befindet sich nicht mehr im allerbesten Zustand und hat neben der Farbe auch die ein oder andere Komponente eingebüßt. Der Versuch des Verwaltungschefs, es vom Weingut zu erwerben und nach Fußgönheim zurückzubringen, sei jedoch gescheitert. „Die jetzigen Besitzer dürfen es gemäß ihrem Kaufvertrag nicht weiterveräußern“, teilt Kopf mit. Doch eine Kopie anzufertigen, sei erlaubt. Diese Aufgabe wird der Speyerer Bildhauer Holger Grimm übernehmen. Die Arbeit soll nun über die Wintermonate erledigt werden. Dabei soll die Kopie in Größe und Gestaltung dem Original nachempfunden werden. „Als Orientierungshilfe dient eine kleine Version, die an der Kirchturmglocke noch erhalten ist“, ergänzt Platz. Das schließt die Bemalung mit ein. Sobald die Kopie fertiggestellt ist, soll sie ins Fußgönheimer Schloss gebracht und dort angebracht werden. Wie viel das Vorhaben am Ende kosten wird, steht gegenwärtig laut Kreisverwaltung noch nicht fest. Wer die Kosten übernimmt, dagegen schon. „Hierzu hat sich die Sparkasse Vorderpfalz dankenswerterweise bereiterklärt“, sagt Kulturbeauftragter Platz. (mamü)