Waldsee RHEINPFALZ Plus Artikel Wie in diesem Jahr Allerheiligen begangen wird

Eine Kerze für den Verstorbenen: Allerheiligen kann stattfinden. Trotz der Pandemie. Wenn auch anders als in anderen Jahren.
Eine Kerze für den Verstorbenen: Allerheiligen kann stattfinden. Trotz der Pandemie. Wenn auch anders als in anderen Jahren.

Allerheiligen steht bevor. Doch wie soll das Gedenken auf den Friedhöfen ablaufen, wenn ein Virus grassiert und Menschen Abstand halten müssen? Seelsorger haben sich Gedanken gemacht – und Lösungen gefunden, wie das Beispiel der Pfarrei Heiliger Christophorus zeigt.

Die dunkle Jahreszeit hat nun endgültig Einzug gehalten. Draußen ist es oft trüb und trist, die Blätter fallen. Es ist kein Zufall, dass die katholische Kirche ihrer Verstorbenen gerade in dieser Jahreszeit gedenkt. Eigentlich sind es zwei Gedenktage: An Allerheiligen, also am 1. November, wird, wie der Name schon sagt, an alle Heiligen gedacht, auch an die, die keiner kennt. Am Tag darauf, an Allerseelen, gedenken die Gläubigen dann ihrer Verstorbenen. Da allerdings nur der 1. November gesetzlicher Feiertag in den katholischen Regionen ist, wird das Totengedenken auf Allerheiligen vorgezogen. An diesem Tag treffen sich Katholiken auf dem Friedhof zu einer Andacht, nach der dann die Gräber gesegnet werden.

Auch in diesem Jahr werden die Toten nicht vergessen und die Gräber gesegnet. Der Ablauf ist nur ein bisschen anders als üblich, erklärt Dekan Frank Aschenberger, Pfarrer der Pfarrei Heiliger Christophorus mit den Orten Altrip, Limburgerhof, Neuhofen, Otterstadt und Waldsee. Eine zentrale Andacht auf dem Friedhof ist nicht möglich, weil für die dann dieselben Auflagen gelten würden wie für einen Gottesdienst. „Die Teilnehmer müssten ihre Kontaktdaten hinterlegen, die Zugänge zum Friedhof kontrolliert werden. Ordner müssten kontrollieren, dass die Abstände zwischen den Gläubigen eingehalten werden“, sagt Aschenberger.

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Keine Prozession zum Friedhof

Daher wird der Gedenktag in zwei Teilen begangen: Zunächst findet ein Gottesdienst in der Kirche statt, in dem die Namen der Verstorbenen der vergangenen zwölf Monate vorgelesen werden. Anders als in den Vorjahren gibt es in Waldsee und Otterstadt, wo die Gräbersegnung unmittelbar danach stattfindet, keine Prozession zum Friedhof. Statt sich am Friedhofskreuz zu versammeln, stellen sich die Menschen gleich an die Gräber, wobei sie auf genügend Abstand zu anderen achten sollen. Die Seelsorger gehen dann über den Friedhof und segnen die Gräber. An die Gläubigen dort teilen sie eine Gebetsordnung aus, damit sie im Kreis der Familie eine kleine Andacht an ihrem Grab halten können. „Totengedenken ist für uns Katholiken schon wichtig. Auch und gerade in diesem Jahr. Wir vergessen sie nicht“, betont Aschenberger. „An den Gräbern zünden wir ein Licht an, als Zeichen, dass wir daran glauben, dass unsere Verstorbenen nicht im Dunkeln sind.“

Termine

  • Neuhofen: 31. Oktober, 18 Uhr: Gottesdienst, 1. November, 15 Uhr: Gräbersegnung.
  • Otterstadt: 31. Oktober, 18.30 Uhr: Gottesdienst, 1. November, 15 Uhr: Vesper, 16 Uhr: Gräbersegnung.
  • Altrip: 1. November, 11 Uhr: Gottesdienst, 15 Uhr: Gräbersegnung.
  • Limburgerhof: 1. November, 9.30: Gottesdienst, 15 Uhr: Gräbersegnung.
  • Waldsee: 1. November, 9.30 Uhr: Gottesdienst, 10.45 Uhr: Gräbersegnung.

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