Bobenheim-Roxheim
Wie die Mitarbeiter vom Betriebshof sich um die Spiel- und Bolzplätze im Ort kümmern
In der Beliebtheitsskala ganz weit oben rangiert die Spielanlage im Kleinerweg. Direkt am Eingang zum Vogelpark gelegen, ist die Besucherfrequenz hier überdurchschnittlich groß. An sonnigen Tagen herrscht Hochbetrieb. Doch gerade die pralle Sonne machte den jungen und älteren Besuchern im Sommer zu schaffen. Unter dem Spielplatz befindet sich ein größeres Regenrückhaltebecken. Deshalb konnten dort keine schattenspendenden Bäume gepflanzt werden. Sie hätten kein Wurzelwerk bilden können. Auch ein Sonnensegel war nicht machbar, man hätte es nicht verankern können.
Und so wurde im Sommer – auf Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion – ein Sonnenschutz „Marke Eigenbau“ errichtet. Unter der Regie von Verwaltungsmitarbeiter Rudolf Weinhold und Betriebshofleiter Markus Michel bauten die Gemeindearbeiter eine solide, ansehnliche Pergola, die nun den Sandkasten des Spielplatzes überdacht. Die Materialkosten beliefen sich laut Verwaltung auf 8500 Euro. Bürgermeister Michael Müller (SPD) weiß, dass gerade der Spielplatz am Vogelpark eine Art Flaggschiff der Bobenheim-Roxheimer Spielflächen darstellt. Markus Michel ergänzt: „Wegen des Vogelparks und der guten Parkmöglichkeiten kommen auch viele auswärtige Besucher hierher.“
Hundekot und Müll
Die Pflege der Spiel- und Sportflächen zählt zu den Hauptaufgaben des Betriebshofs. Eine zeit- und arbeitsintensive Aufgabe, wie Michel berichtet. Viele Bürger schauten mit Argusaugen auf die Ausstattung und den Zustand der Spielflächen, sagt er. Und leider komme es immer wieder zu Verschmutzungen durch Hundekot und Müll sowie zu Beschädigungen durch Vandalismus. Michel: „Wir tun, was wir können. Unsere Mitarbeiter machen mittlerweile donnerstags, freitags und montagvormittags ihre Rundfahrten.“ Dabei würden vor allem die Abfallkörbe geleert und sauber gemacht. Natürlich könne es in Urlaubszeiten auch mal zu kleineren Engpässen kommen, so Michel. Im Großen und Ganzen habe man die Pflege aber gut im Griff.
Sein Team arbeitet an der Front, also im direkten Kontakt mit den Einwohnern. „Das sachliche Gespräch mit den Bürgern ist uns sehr wichtig“, versichert Michel. „Da kommen ja oft auch sinnvolle Vorschläge und Anregungen.“ Natürliche könne man es in Sachen Spiel- und Grünflächen nicht gleich jedem recht machen. „Die einen wollen, dass wir das sogenannte Unkraut regelmäßig mähen und beseitigen, andere wiederum wollen, dass wir alles für die Bienchen wachsen und blühen lassen.“
Ansprüche deutlich gestiegen
Aber es gebe auch vorgeschriebene Pflichtaufgaben. Dazu zähle die jährliche Kontrolle und Abnahme der Spielgeräte nach den Vorgaben des Tüv und der jährliche Austausch des Spielsands. Sicherheit und Hygiene hätten absolute Priorität. Für den Austausch von Verschleißteilen müsse ein Spielgerät auch mal zeitweilig gesperrt werden. Das liege dann häufig an der Schwierigkeit, an Ersatzteile zu kommen. Zuweilen müsse ein Spielgerät auch komplett ersetzt werden.
Die Ansprüche an Kinderspielplätze seien in den letzten Jahren deutlich gestiegen, meint der Betriebshofleiter. Der frühere Standardplatz nur mit Rutsche, Schaukel und Sandkästen gehöre weitgehend der Vergangenheit an. Entsprechend hoch sei oft der finanzielle Aufwand für die Spielgeräteausstattung. Doch auch hier, so findet Michel, sei Bobenheim-Roxheim bis dato gut aufgestellt.