Rhein-Pfalz Kreis „Wichtiger Schritt nach vorne“

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Fussgönheim. Der Fußgönheimer Ortsgemeinderat hat in seiner vergangenen Sitzung der Planungsanpassung für den Bau seniorengerechter Wohnungen „Im Kirchgarten-Nord“ zugestimmt. Damit soll die Gemeinde nicht nur für ältere Bürger attraktiv bleiben, sondern auch jüngeren Familien das Zuziehen in die frei werdenden Häuser und Wohnungen ermöglichen.

Bereits 2006 hatte man in Fußgönheim erste Überlegungen zu einer seniorengerechten Wohnanlage angestrengt. Die bis 2009 andauernde Planung wurde allerdings auf Grund massiver Bürgerproteste wieder verworfen. Denn: die im ursprünglichen Verfahren geplanten Gebäude hätten im Vergleich zur üblichen Bebauung der Gemeinde – besonders im Hinblick auf die Höhe – wie ein Fremdkörper gewirkt. Eine 2010 neu aufgenommene Planung für das Projekt scheiterte ebenfalls, da zwischen dem damaligen Projektentwickler und einem betroffenen Anwohner keine Einigkeit erzielt werden konnte. „Von diesem dritten Versuch verspreche ich mir sehr viel“, sagte Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD). Dafür sei als erster Schritt die Änderung des Bebauungsplans nötig. Davon ist auch Uwe Weismüller, Fachmann für Baugenehmigungen der Gemeinde, überzeugt. „Geplant ist nicht mehr ein gesamter Einzelblock im hinteren Bereich, sondern fünf Häuser in Straßennähe“, berichtete er. Diese sollen komplett barrierefrei sein und eine Tiefgarage besitzen. Mit dem Projekt werde versucht, den Bebauungsplan, wie er zuletzt vorlag, einzuhalten. Das heißt im Klartext: „Die Gebäude, die jetzt entstehen, sollen von der Bauhöhe wie die Häuser sein, die vorwiegend im Ort vorherrschen“, erklärte Weismüller. Der für die Umsetzung des Projekts erforderliche erweiterte Bebauungsplan wird dafür um den bislang öffentlichen Weg zum Kerweplatz ergänzt. „Es ist nur logisch, diesen Weg dem Grundstück zuzuschlagen. Hier einen öffentlichen Weg zu lassen, der im Niemandsland endet, wäre nicht sinnvoll“, sagte Klein. Zumal die Instandhaltung des Weges nur unnötige Arbeit für den Bauhof bedeute. Außerdem werde im neuen Plan auch eine angrenzende Fläche eines Landwirts einbezogen. Da dieser bis 2015 seinen Betrieb einstellen will, ist auch die zuvor angestrebte Erstellung eines Schallgutachtens nicht mehr nötig. Mit der Entscheidung des Ortsgemeinderats Fußgönheim wird das bislang ruhende Bebauungsplanverfahren wieder aufgenommen. „Der Gebrauch ist da. Das zeigen auch die umliegenden Gemeinden, wo solche Anlagen gut frequentiert sind“, befürwortete Thomas Bauer (SPD) im Namen der Sozialdemokraten das Projekt. „Ich glaube, da haben wir jetzt einen ganz wichtigen Schritt nach vorne gemacht“, betonte auch Marie-Luise Klein. (joko)

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