Rhein-Pfalz Kreis Wertstoffhof in Wartestellung
Für die Verlegung des Beindersheimer Wertstoffhofs nach Heßheim auf das Süd-Müll-Gelände hat das Ingenieurbüro Piske vier Konzepte erarbeitet. Am Mittwoch sollte es vom Rat der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim mit der Planung beauftragt werden. Doch der will abwarten, bis Zuschussfragen geklärt sind.
Wie berichtet, behindern zu den Stoßzeiten des Wertstoffhofs Autoschlangen die Lastwagen, die das benachbarte Warenlager der RV Bank Rhein-Haardt anfahren. Außerdem ist die Bank an dem Hofgelände interessiert, weil sie ihr Lager erweitern möchte. Als neuen Standort für den Wertstoffhof des Rhein-Pfalz-Kreises wurde eine Brachfläche der Firma Süd-Müll östlich der Zufahrt zur Deponie ins Auge gefasst. Auch eine Übungsfläche für die Feuerwehr könnte dort Platz finden. Für die Nutzung des Geländes soll ein Pachtvertrag geschlossen werden. Ein Knackpunkt ist noch die Zufahrt per Rad. Ob ein vorhandener Fuß- und Radweg auf der nördlichen Seite der Landesstraße 520 zwischen Heßheim und Gerolsheim dazu genutzt werden könnte, müsse noch mit dem Landesbetrieb Mobilität geklärt werden, erläuterte Verbandsbürgermeister Michael Reith (SPD). In diesem Fall sei der Neubau eines zweiten Wegs auf der Südseite der Landstraße nicht nötig. Weil der bestehende Radweg etwas tiefer liegt, sei aber eine Rampe erforderlich. Außerdem müssten Radler die L 520 sicher überqueren können. Wie Reith weiter ausführte, wurde nach einer Massenermittlung das Honorar für die Planung des Wertstoffhofs (rund 49.500 Euro brutto) und für die Feuerwehrfläche (6800 brutto) kalkuliert. Einen konkreten Auftrag an das Büro Piske erteilte der VG-Rat jedoch noch nicht. Am vorliegenden Konzept soll zwar festgehalten werden, aber die Ratsmitglieder wollen abwarten, bis die Zuschussfrage geklärt ist. Laut Reith will sich der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises mit bis zu zwei Dritteln der Kosten an der Investition beteiligen. Auch die RV Bank habe eine mögliche Förderung in Aussicht gestellt. „Wir haben bislang nur eine mündliche Zusage vom Kreis. Das ist zu unsicher“, sagte Peter Frank (SPD). |gnk