Rhein-Pfalz Kreis Weniger Wasser verkauft

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«Fussgönheim.» Die Friedelsheimer Gruppe hat am Dienstag ihre Bilanz für 2016 verabschiedet. Unterm Strich steht beim Wasserversorger ein Plus von fast 269.000 Euro. Und das, obwohl der Zweckverband weniger Wasser verkauft hat als noch im Vorjahr.

Nach Angaben von Verbandsvorsteher Stefan Veth und Werkleiter Wilfried Weber hat die Friedelsheimer Gruppe im vergangenen Jahr 2,195 Millionen Kubikmeter Wasser verkauft. Das sind rund 98.000 Kubikmeter weniger als im Jahr davor, was einem Rückgang der Erlöse um 85.000 Euro entspricht. Zugleich erzeugten die Photovoltaik-Anlagen mit 291.000 Kilowattstunden etwa 11.000 Kilowattstunden weniger Strom. Wirtschaftsprüfer Harald Breitenbach von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Burret GmbH aus Ludwigshafen relativierte diese Entwicklung allerdings: „2015 war ein sehr gutes Jahr.“ Zum Vergleich: 2014 wurden 2,135 Millionen Kubikmeter verkauft. Der Gesamtgewinn setzt sich aus dem Gewinn des Wasserwerks von rund 233.000 Euro und dem Photovoltaik-Gewinn von etwas mehr als 35.000 Euro zusammen. Die Konzessionsabgabe von 298.000 Euro wird wie seit 1997 üblich je nach verkaufter Wassermenge an die Mitgliedsgemeinden ausgezahlt. Mitglieder der Friedelsheimer Gruppe sind die Verbandsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Deidesheim, Lambsheim-Heßheim, Maxdorf und Wachenheim. Darüber hinaus beliefert der Zweckverband seit 2005 die Verbandsgemeindewerke Grünstadt-Land, genauer gesagt die Zuckerfabrik in Offstein. Breitenbach zufolge hat der Zweckverband im vergangenen Jahr 836.000 Euro in seine Anlagen investiert. Davon floss der Großteil mit 427.000 Euro in die Hausanschlüsse. Ins Leitungsnetz steckte die Friedelsheimer Gruppe 217.000 Euro, davon allein 103.000 Euro ins Baugebiet Niederkirchen West und 88.000 Euro in die Verbindungsleitung zwischen Lambsheim und Weisenheim am Sand. An Buchführung und den wirtschaftlichen Verhältnissen des Zweckverbands gebe es nichts zu beanstanden, sagte der Experte. Neben der Bilanz beschloss die Verbandsversammlung die Haushaltssatzung und den Wirtschaftsplan für 2018. Darin sind ein Wasserverkauf von 2,210 Millionen Kubikmeter sowie ein Jahresgewinn von 231.000 Euro vorgesehen. An der Wassergebühr von 1,15 Euro je Kubikmeter ändert sich nichts. Neu ist, dass die eigentliche Wassergebühr von 1,07 Euro und das vom Land angeordnete Wasserentnahmeentgelt von 0,08 Euro künftig zu einer einheitlichen Verbrauchsgebühr zusammengefasst werden müssen. Allerdings hat die Kommunalberatung Rheinland-Pfalz den Einmalbeitragssatz neu berechnet. „Er steigt deshalb erstmals seit 20 Jahren wieder, und zwar von 3,35 auf 4,44 Euro je Quadratmeter der mit dem Vollgeschosszuschlag vervielfältigten Grundstücksfläche“, kündigte Werkleiter Weber an. Außerdem plant die Friedelsheimer Gruppe nächstes Jahr Investitionen von 1,2 Millionen Euro. Davon ist ein großer Teil für Projekte in Maxdorf gedacht: 300.000 Euro für den Austausch der Wasserleitung in der Raiffeisenstraße, 190.000 Euro für einen neuen Brunnen und 100.000 Euro für die Neuausweisung eines Schutzgebiets. Da die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter deutlich gestiegen ist, sollen die Sozialräume am Unternehmenssitz in Fußgönheim erweitert werden. Dafür sind 200.000 Euro kalkuliert. Weitere Vorhaben: die Baugebiete Hintere Ringstraße in Lambsheim, Ruthenweg II in Gönnheim (jeweils 100.000 Euro) und Südlich des Schauernheimer Wegs in Hochdorf-Assenheim (40.000 Euro) sowie das geplante Gewerbegebiet Östlich der Assenheimer Straße (80.000 Euro) und ein Leitungsaustausch in der Straße Am Leiermann in Rödersheim-Gronau (100.000 Euro).

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