Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Warum das Neubaugebiet kleiner ausfallen muss

Wohnhäuser statt Salate: Südwestlich von Dannstadt soll das Neubaugebiet entstehen.
Wohnhäuser statt Salate: Südwestlich von Dannstadt soll das Neubaugebiet entstehen.

Damit auf einem Areal in Dannstadt neue Wohnhäuser entstehen können, musste der Entwurf für den Bebauungsplan angepasst werden. Auch mit Folgen für Häuslebauer.

Ursprünglich wollte die Gemeinde im Südwesten des Ortsteils eine viel größere Fläche als Neubaugebiet ausweisen. Das hat sich rechtlich als immer schwieriger und für bestimmte Flächen derzeit als unmöglich erwiesen. Daher haben die Politiker zuletzt das Areal in einen nördlichen und einen südlichen Teilbereich aufgeteilt.

Neue Wohnhäuser sollen jetzt erst einmal nur im nördlichen Bereich – In den Kratzbügen – entstehen. Für diesen haben die Planer des Fachbüros BBP aus Kaiserslautern, Valerie Barchet und Reinhard Bachtler, die Planung entsprechend angepasst. In den aktuellen Entwurf eingeflossen sind Barchet zufolge auch „die vielen Einwendungen“ aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die Ergebnisse zusätzlicher Untersuchungen – vor allem zum Geruch der benachbarten Schweinezucht – und Verhandlungen mit Behörden.

Positiv: Der problematische Schutz vor dem Gewerbelärm der landwirtschaftlichen Betriebe beim Münchhofweg im Süden spielt für den nördlichen Teilbereich keine Rolle. Außerdem wäre der Landesbetrieb Mobilität laut Barchet bereit, auf der Böhler Straße (K22) entlang des Neubaugebiets das zulässige Tempo von 100 auf 70 Stundenkilometer herabzusetzen. „Das bedeutet, es reichen genügend Abstand zur Straße und passiver Lärmschutz in den Häusern. Aktive Vorkehrungen wie ein Wall oder eine Wand sind nicht mehr nötig“, erklärte die Expertin. Damit Autofahrer die Erschließungsstraße nicht als Abkürzung missbrauchen, sei diese inzwischen sehr kurvig geplant und damit weniger attraktiv.

Schweinezucht vereitelt Pläne

Daneben wurden wichtige Details mittlerweile konkreter gefasst: So sollen etwa in der Mitte des Areals vier Mehrfamilienhäuser entstehen, je zwei mit sechs und mit fünf Wohnungen. Im restlichen Teilbereich sollen vor allem Einfamilien- oder Doppelhäuser entstehen, einzig an der K22 wären auch Reihenhäuser erlaubt. Bei den Mehrfamilienhäusern ist ein großer Spielplatz vorgesehen.

Enttäuschend für die Eigentümer von Flächen zwischen dem Plangebiet und den vorhandenen Gebäuden an der Hauptstraße ist, dass wegen der dortigen Schweinezucht ihre Grundstücke nicht in den Bebauungsplan aufgenommen werden können. „Es geht nicht um den tatsächlichen Geruch, sondern um die vorliegende Genehmigung des Landwirts“, hob Bachtler hervor. Mit anderen Worten: Ausschlaggebend ist nicht, wie es stinkt, sondern wie es maximal stinken darf – und diese Werte seien für eine Wohnbebauung zu hoch.

Für die Häuser, die dort entstehen, hat die Mehrheit des Bauausschusses ein Schottergarten-Verbot verhängt und den Hinweis beschlossen, das Hofeinfahrten mit wasserdurchlässigen Materialien angelegt werden sollten. Marc Hauck (FDP) kritisierte die „zu vielen“ Festsetzungen.

x