Rhein-Pfalz Kreis Warm und einladend
«Dannstadt-Schauernheim.» Mit einem Festgottesdienst hat die protestantische Kirchengemeinde Dannstadt ihre frisch restaurierten Kirchenportale eingeweiht. Damit ging die Kirchengemeinde am Wochenende einen weiteren Schritt zu einer neu erstrahlenden Dannstadter Kirche.
Die Portale der protestantischen Kirche in Dannstadt haben im Laufe ihrer nunmehr mehr als 170-jährigen Geschichte viel gesehen: Hochzeiten, Taufen, Trauerfeiern – Konfirmanden und viele Gottesdienstbesucher sind in Freud und Leid durch sie hindurchgeschritten. Auch ihnen wie dem in einem Ursprungsaussehen gut erhaltenen gesamten Baukörper der 1848/49 erbauten Kirche sieht man die Jahre, besser gesagt die Jahrhunderte, aber dennoch deutlich an. Deshalb wurden in den letzten Jahren neben der Turmuhr auch die Kirchenfenster instand gesetzt. Mit einem barrierefreien Zugang auf der Nordseite erfüllte sich die Kirchengemeinde 2016 einen langgehegten Wunsch, um ihre Intention der „Einladenden Kirche“ für alle Teile der Bevölkerung zu realisieren. Damit in enger Verbindung und als konsequenter Schritt stand die Restaurierung der Holztüren und Sandsteinportale, sowohl des Front- wie des Seitenportals. Unter Federführung von Emmy Unold und Unterstützung eines Netzwerks vieler Engagierte rund um Ruth und Gerhard Krennrich sowie Heidi Strahberger, des Presbyteriums und des früheren Pfarrers Peter Maier gab es seit 2012 etliche Aktionen, um Spenden zu sammeln. Daher konnte die Restaurierung der Kirchportale ohne finanzielle Eigenmittel – allein aus Spenden und Förderung durch das Landesamt für Denkmalpflege – gestemmt werden. „Mit 55.000 bis 60.000 Euro konnten wir deutlich unter den ursprünglich veranschlagten Kosten von 69.000 Euro bleiben“, sagt Pfarrer Stefan Höhn. Den seit März amtierenden Dannstadter Pfarrer hat besonders das Engagement im Dorf beeindruckt: „Zeigt es doch, wie stark die Dannstadter an ihrer Kirche hängen“, sagt er. In einem halben Jahr wurden die Sandsteinlaibungen der Türen von Steinmetzen ausgebessert und die Holztüren von einem Tischler komplett saniert. „Das Holz sieht jetzt wieder richtig warm und freundlich aus, vorher wirkte es dunkel und grimmig“, schildert Presbyterin Monika Brauchler ihren Eindruck. „Die warme Honigfarbe wirkt jetzt richtig einladend gegenüber dem dunklen Grau vorher“, stimmt Pfarrer Höhn zu und hat auch diese Resonanz schon von Gemeindemitgliedern erfahren. Besondere Herausforderung sei das Auffinden von farblich passendem Sandstein gewesen, da im Bodenbereich der Türen Bodenplatten ausgetauscht werden mussten. „Wir haben mit der Restaurierung der Kirchenportale einen weiteren Schritt getan, aber der Weg geht noch weiter und es gibt noch einiges zu tun, um unsere Kirche in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, sie damit noch einladender zu gestalten, und sie als weit sichtbares Symbol der Gemeinde für die Zukunft zu erhalten“, lautet das Fazit von Pfarrer Höhn.