Rhein-Pfalz Kreis Wahl fällt auf eine Stahlbrücke

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Dannstadt-Schauernheim. Das Neubaugebiet Schauernheim-West ist eigentlich schon längst erschlossen. Einzige Ausnahme: der noch fehlende Verbindungsweg, um es auch südlich über den Stechgraben anzuschließen. Dazu muss eine Brücke über das Gewässer gebaut werden. Deren Oberbau soll aus Stahl gefertigt werden.

Der geplante Weg soll einerseits von West nach Ost die Ute-Ruhnke-Straße – dort liegt das Seniorenstift zur Dannstadter Höh – und die Uhlandstraße verbinden, andererseits nach Süden hin eine Lücke im Wegenetz schließen. Laut Verwaltung wird die Brücke an den asphaltierten Rad- und Gehweg nördlich des Stechgrabens angeschlossen – und am anderen Ufer an einen ebenfalls asphaltierten Abschnitt, der bis zum Wegenetz südlich des Stechgrabens führt. Den Ortsgemeinderat hat die Frage beschäftigt, ob der Oberbau des Brückenkonstrukts aus Holz oder Metall hergestellt werden soll. Deshalb ermittelte das zuständige Planungsbüro die Kosten für beide Varianten. Die Holzversion würde demnach mit rund 120.000 Euro (mit Honorar rund 140.000 Euro) zu Buche schlagen, die Metallversion mit rund 156.000 Euro (mit Honorar 182.000 Euro). Allerdings beträgt die Nutzungsdauer einer Holzkonstruktion 20 Jahre, dann werden Wartungsarbeiten fällig. Eine Metallkonstruktion hingegen hält durchschnittlich 65 Jahre. In dem Zeitraum müsste die Holzversion voraussichtlich mindestens zweimal erneuert werden, was laut den Experten jeweils 46.000 Euro kosten würde. Zudem seien die Kosten für Holzpflege wesentlich höher. Vor diesem Hintergrund hat sich der Rat letztlich bei einer Gegenstimme für die Stahlkonstruktion entschieden. Das Projekt ist zugleich Teil der geplanten Rad- und Gehwegverbindung zwischen den drei Ortsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Hochdorf-Assenheim und Rödersheim-Gronau. Parallel dazu treibt die Kommune den Ausbau ihrer Wirtschaftswege voran, die teils auf Gronauer und Assenheimer Gemarkung weiter laufen. Hier soll in den kommenden Jahren eine Alternative für Landwirte entstehen, damit die mit ihren Gespannen möglichst nicht mehr durch die Dörfer und über die Landesstraßen fahren. Die sogenannte Nord-West-Umfahrung soll vor allem den Ortsteil Schauernheim von dem Verkehr zum Pfalzmarkt entlasten. Zu dem Gesamtkonzept gehört auch die dieses Jahr fertiggestellte Trasse nördlich von Schauernheim, die den landwirtschaftlichen Verkehr aus Richtung Fußgönheim am Dorf vorbei zum Pfalzmarkt und zurück leiten soll. Insgesamt hat die Ortsgemeinde rund eine halbe Million Euro für die Arbeiten an den Wirtschafts- sowie den Rad-Gehwegen vorgesehen. Davon entfallen auf die Wirtschaftswege rund 316.000 Euro. Diese werden vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum mit 55 Prozent bezuschusst, also mit rund 172.000 Euro. Ganze Routen oder zumindest Teilstücke sollen auf einer Breite von drei bis dreieinhalb Metern asphaltiert und beiderseits von einem 25 bis 50 Zentimeter breiten Schotterbankett flankiert werden. Mit der entsprechenden Planung des Büros IPR aus Neustadt ist der Rat einverstanden. Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) soll die nötigen Einzelkreditgenehmigungen bei der Kommunalaufsicht in Ludwigshafen beantragen und die Arbeiten an den jeweils günstigsten Bieter vergeben. |mamü

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