Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Viele Fragen offen bei Programm des Kulturvereins

Almost Three: vier Wochen vor dem Lockdown waren sie noch bei Kulturverein im Bürgerhaus in Dudenhofen gewesen.
Almost Three: vier Wochen vor dem Lockdown waren sie noch bei Kulturverein im Bürgerhaus in Dudenhofen gewesen.

Einige geplante Veranstaltungen des Kulturvereins Dudenhofen sind schon abgesagt. Beim Konzert mit der Gruppe Livin Free am 9. Oktober ist noch unklar, ob es stattfinden wird.

Als der Kulturverein Dudenhofen Ende August zur Pressekonferenz einlud, um sein Herbst-Programm vorzustellen, war schon klar, dass eventuell nicht alle Veranstaltungen aufgrund der Corona-Situation stattfinden werden. Bei den „Großveranstaltungen“ des Kulturvereins, die in der Regel in der Festhalle stattfinden, wurde in einem Gespräch mit dem Ortsbürgermeister Jürgen Hook am gleichen Tag klar, dass diese aufgrund der Corona-Auflagen nicht machbar sein werden. Wenn man die aktuelle Begrenzung der Zuschauerzahl auf 150 Personen bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz anwenden und die Hygienebestimmungen einhält, würden sich die Veranstaltungen mit Alfred Mittermeier oder Ray Wilson, bei dem schon beim letzten Konzert 300 Besucher anwesend waren, weder für den Künstler noch für den Kulturverein rechnen. Folglich sind beide Veranstaltungen in Absprache mit den Künstlern abgesagt worden. Bei Atomic Rooster, die am 18. November in Dudenhofen spielen sollten, wurde von der Band die gesamte Europa-Tournee abgesagt und das Konzert um ein Jahr auf den 24. November verschoben.

Kulturelles Leben bereichern

Da der Kulturverein seine Veranstaltungen durchführt, um das kulturelle Leben in Dudenhofen zu bereichern und nicht kommerziell ausgerichtet ist, sind diese Absagen zu verkraften, auch wenn bereits Kosten, unter anderem für die Werbung, entstanden sind. Bleibt also noch das Konzert mit der Gruppe Livin Free am 9. Oktober offen.

Aber hier eine definitive Zu- oder Absage zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Auf eine Anfrage beim Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Manfred Scharfenberger, wann denn wieder Veranstaltungen stattfinden können, antwortete die Leiterin des Ordnungsamtes, dass die Entscheidung Sache der Ortsbürgermeister sei. Im Falle der Festhalle stelle sich noch die zusätzliche Schwierigkeit, dass diese für schulische Zwecke und andere Aufgaben derzeit genutzt wird und deshalb nicht für Veranstaltungen zur Verfügung stehen kann.

Entscheidung am 14. September

Das Konzert mit Livin Free im Oktober ist allerdings im Bürgerhaus geplant. Da stellte sich für den Kulturverein die Frage, warum von Seiten des Ortsbürgermeisters Jürgen Hook auf die kommende Corona-Sitzung der Gemeinde am 14. September verwiesen wird und nicht nach aktuellem Stand des Landes Rheinland-Pfalz entschieden wird. Die „KuDus“ fühlen sich beim Ritt auf dem Amtsschimmel ein wenig wie Rodeo-Clowns.

Durch die Hängepartie lasse sich schlechterdings jegliche Planung ad absurdum führen, so die Vereinsvertreter unisono. Da der Kulturverein für die Veranstaltung mit Livin Free bereits heute mit wesentlich weniger als 150 Besuchern plant, wäre es besser, so die Vertreter des Kulturvereins, man würde sich zu einer klaren Aussage durchringen und entweder genehmigen oder absagen. Als die Vertreter des Kulturverein am 31. August beim Kulturministerium in Mainz ein Gespräch führten, bei dem auch diese Frage erörtert wurde, sieht man auch dort keinen Anlass, Veranstaltungen behördlich zu untersagen, wenn die Hygienekonzepte eingehalten werden.

Für den Kulturverein ist es nämlich, im Gegensatz zu vielen anderen Menschen in der Veranstaltungsbranche, keine Überlebensfrage, ob sie Konzerte veranstalten dürfen oder nicht. Aber den auftretenden Künstlern und Musikern gehen lebenswichtige Einnahmen verloren, zumal viele in Rheinland-Pfalz als Solo-Selbständige keine Corono-Soforthilfe bekommen haben.

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