Rhein-Pfalz Kreis Vertraute Gesichter an der Spitze

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Dannstadt-Schauernheim. Wie bei der letzten Beigeordnetenwahl vor fünf Jahren haben weder die Sozialdemokraten noch die Liberalen einen Gegenkandidaten zu Hans Schuster nominiert. Anders als damals konnte er diesmal aber auch Stimmen der Opposition auf sich vereinigen und wurde mit 19 Ja-Stimmen gegen acht Nein-Stimmen als erster Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt. Beim Urnengang für das Amt des zweiten Beigeordneten schickten die Sozialdemokraten Brigitte Bohrer gegen Amtsinhaber Artur Oberbeck ins Rennen. Der Christdemokrat setzte sich mit 15 Stimmen durch, während seine Herausforderin sich mit zwölf Stimmen begnügen musste. Unerwartet deutlich fiel das Votum der Ratsmitglieder bei der Wahl der dritten Beigeordneten aus. Zwar hatte Gabriele Böhle, die zugleich Ortsbürgermeisterin in Hochdorf-Assenheim ist, keinen Mitbewerber um dieses Ehrenamt, aber dass sie mit 24 Ja-Stimmen und lediglich drei Gegenstimmen gewählt wurde, überraschte nicht zuletzt sie selbst sichtlich. Entsprechend erfreut zeigte sich die Christdemokratin über den großen Rückhalt im Rat. Mit neuen Aufgaben müssen sich die neuen alten Beigeordneten nicht vertraut machen. Bürgermeister Stefan Veth ließ die Geschäftsbereiche unangetastet. „Das hat sich so bewährt“, signalisierte Uwe Schölles (SPD) Zustimmung seiner Fraktion. Demnach kümmert sich Hans Schuster weiter um Teilaufgaben bei Bau- und Tiefbauangelegenheiten sowie um den Themenbereich Umwelt- und Naturschutz, Landespflege, Landwirtschaft und Weinbau. Gabriele Böhle ist wie gehabt teilweise verantwortlich für öffentliche Sicherheit und Ordnung. Generationen, Freizeit und Sport sowie Soziales und Sozialversicherung fallen ebenfalls in ihr Aufgabengebiet. Artur Oberbeck erhielt, ebenfalls wie in der letzten Legislaturperiode, keinen Geschäftsbereich. Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten blieb Johannes Kupper, seine Stellvertreterin wurde die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands, Bettina Kleemann. Ingo Dierck wird in den kommenden fünf Jahren die SPD-Fraktion anführen. Der bisherige Fraktionsvorsitzende Uwe Schölles zog sich ins zweite Glied zurück. Er wird neben Matthias Becker fortan als Stellvertreter fungieren. Den Vorsitz der FDP-Fraktion übernahm erneut Marc Hauck. Wegen der neuen Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat wären die Liberalen eigentlich im Rechnungsprüfungs- sowie im Schulträgerausschuss nicht vertreten gewesen. Damit das nicht passierte, beantragte die CDU-Fraktion, die Zahl der Mitglieder dieser Gremien von fünf auf sieben zu erhöhen. Dem stimmten sowohl die SPD als auch – selbstredend – die FDP zu. Damit entsenden die Christdemokraten künftig vier Mitglieder in diese zwei Ausschüsse, die Sozialdemokraten zwei und die Liberalen einen Vertreter. „Ich danke den beiden großen Parteien für ihr Entgegenkommen“, erklärte Hauck. Darüber hinaus gelang ihm ein weiterer Erfolg für seine Fraktion. Denn als Monika Fußer (CDU) darauf bestand, dass die Vertreter im Aufsichtsrat der Energie Dannstadter Höhe GmbH geheim gewählt werden, nutzte Hauck die Gunst der Stunde und schlug sich selbst als vierten Kandidaten vor – obwohl eigentlich nur CDU und SPD das Vorschlagsrecht hatten. Und siehe da: Er bekam 16 Stimmen, SPD-Bewerber Friedel Becker nur 13. Die Christdemokraten Bernd Fey, Dannstadt-Schauernheims Ortsbürgermeister, und Bernd Peifer erhielten 18 beziehungsweise 20 Stimmen. Die SPD wiederum scheiterte bei der Wahl der Vertreter für die Versammlungen der Wasserzweckverbände Pfälzische Mittelrheingruppe und Friedelsheimer Gruppe mit einem ähnlichen Versuch. Ihre Bewerber Friedel Becker und Michael Schulz konnten sich nicht gegen die CDU-Kandidaten Winfried Seelinger und Reiner Kesselring sowie Wolfgang Werbick und Klaus Nicklas durchsetzen.

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